Kaleidoskop21. Oktober 2023

Ermittlungen nach tödlichem Hundeangriff in Österreich

von dpa/ZLV

Bruck an der Leitha – Nach einem tödlichen Hunde-Angriff Anfang Oktober hat die österreichische Justiz Ermittlungen in einem ähnlichen Fall bekanntgegeben. Eine 20-jährige Frau steht im Verdacht der grobfahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung, nachdem ein von ihr beaufsichtigter Rottweiler eine Frau und deren Enkelkinder attackiert hatte, heißt es von der Staatsanwaltschaft Korneuburg. Der Tod der 52-Jährigen Frau war am Mittwoch bekanntgeworden. Die Kinder wurden verletzt.

Laut Polizei fand die Attacke bereits Ende Juli in Bruck an der Leitha östlich von Wien statt. Demnach lief der Hund aus einem Garten und biß die 52-Jährige und die Enkel im Alter von zwei und sieben Jahren. Die Frau starb Anfang Oktober im Krankenhaus.

Am 2. Oktober war eine 60-jährige Joggerin in Naarn in der Nähe von Linz von drei Hunden totgebissen worden. Gegen die Halterin der drei American Staffordshire Terrier, die sich losgerissen hatten, laufen ebenfalls Ermittlungen wegen grobfahrlässiger Tötung.

Die Vorfälle haben in der Alpenrepublik Debatten um die Haltung von Listenhunden und um den sogenannten Gebrauchshundesport ausgelöst, bei dem unter anderem der Beutetrieb der Tiere gefördert und kontrolliert wird. Der Österreichische Kynologenverband gab am Donnerstag strengere Regeln für Trainer, Halter und Hunde im Bereich des Gebrauchshundesports bekannt.