Luxemburg13. Januar 2024

Baubranche rutscht tiefer in die Krise

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Auch im dritten Trimester des vergangenen Jahres haben hiesige Bauunternehmen netto Arbeitsplätze abgebaut. Wie es in einem Bericht des Statec über die Entwicklung der abhängig Beschäftigten in Luxemburg heißt, sank die Beschäftigtenzahl in der Baubranche von Juli bis September 2023 »deutlich« – im Jahresvergleich um 1,4 Prozent. Den größten Verlust an Arbeitsplätzen habe der Bereich Bau von Wohn- und Nichtwohngebäuden verzeichnet. »Dieser Sektor verzeichnete im Jahr 2023 drei aufeinanderfolgende negative Trimesterveränderungen.«

Insgesamt habe die Zahl der abhängig Beschäftigten im dritten Trimester 2023 angesichts eines mickrigen Plus von zwei Promille gegenüber dem Vortrimester stagniert, im zweiten Trimester stand unter dem Strich immerhin noch ein Plus von 2,5 Prozent. Neben dem Bausektor ging es auch in der Industrie, dem Bereich Information und Kommunikation sowie bei den Erbringern freiberuflicher und sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen mit der Beschäftigtenzahl bergab. Zuwächse im Jahresvergleich verzeichneten allein Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie Verwaltungen und andere öffentliche Dienste.

Während die Zahl der abhängig Beschäftigten, die im Land wohnen, im Jahresvergleich um 1,5 Prozent zugelegt habe, sei die Zahl der abhängig Beschäftigten mit Wohnsitz in einem anderen EU-Mitgliedsland im selben Zeitraum um 0,7 Prozent zurückgegangen. Eine deutliche Zunahme um 11,4 Prozent sei bei abhängig Beschäftigten mit offiziellem Wohnsitz in einem Nicht-EU-Land erfaßt worden, schreiben die amtlichen Statistiker, ohne die Flüchtlinge aus der Ukraine beim Namen zu nennen.