Kaleidoskop16. Oktober 2026

Viele Tote bei Einbruch eines Schuldachs in Pakistan

von dpa/ZLV

Islamabad – Beim Einsturz eines Schuldaches sind in Pakistan laut örtlichen Behörden mindestens 34 Schüler und eine Lehrerin ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben von Polizei und Rettungskräften in Peschawar im Nordwesten des Landes.

Kinder im Alter von bis zu zwölf Jahren waren in ihren Klassen, als das Dach der Schule am frühen Donnerstagmorgen plötzlich einstürzte, sagte Bilal Faizi, Sprecher der pakistanischen Rettungsdienste. Mehr als 50 Menschen seien zum Teil schwer verletzt und zur Behandlung in ein städtisches Krankenhaus gebracht worden, teilte später Kliniksprecher Mohamed Asim mit.

Mehrere Kinder seien von herabstürzenden Stahlstangen getroffen worden und befänden sich in kritischem Zustand. Er befürchte daher, daß die Zahl der Toten weiter steige. Unter den mehr als zwei Dutzend Toten sind den Angaben zufolge sechs Mädchen. »Meine Familie wird sich von dieser Katastrophe niemals erholen«, sagte ein junger Vater, der bei dem Unglück zwei Kinder verloren hat, einem pakistanischen TV-Sender. Dabei kämpfte er mit den Tränen. »Mein Leben wird nie wieder dasselbe sein.«

Die Schule liegt in einem dichtbesiedelten Viertel mit engen Straßen, was die Rettungsarbeiten sehr erschwerte. Gegen Mittag waren sie aber weitgehend abgeschlossen, lediglich Aufräumarbeiten dauerten noch an, teilte Sprecher Faizi mit. Vermißt werde laut Behörden niemand mehr.

Stundenlang hatten Dutzende Rettungskräfte versucht, eingeschlossene Kinder zu bergen. Unterstützt wurden sie dabei auch von vielen Freiwilligen, die Trümmerteile von Hand wegräumten. Fernsehaufnahmen zeigten Eltern, die panisch durch die Straßen rennen, und Krankenwagen, die Kinder in die Krankenhäuser bringen.

Das eingestürzte Gebäude hatte laut Polizei drei Etagen. Der Eigentümer der Schule sei festgenommen und Ermittlungen seien eingeleitet worden. Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar.

Vizepremier Ishaq Dar sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Die Tragödie erschüttere die gesamte Nation. Die Versorgung der Opfer habe nun oberste Priorität. Er forderte verbesserte Sicherheitsstandards an Schulen, um solche Tragödien künftig zu verhindern.