Generalversammlung der Rümelinger Kommunisten
Armut, Wohnungsnot und Rüstungswahn angeprangert
Gelegentlich ihrer Generalversammlung am 29. März 2026 im Saal »Am Pennin« in der Ortsmitte, bekräftigten die Rümelinger Kommunisten, dass trotz mancher Schwierigkeiten ihre Bemühungen, die KPL auf lokaler Ebene zu stärken und sich für die Belange der Bevölkerung in der Stadt der Roten Erde einzusetzen.
Eingangs der Versammlung wurde den verstorbenen Genossinnen und Genossen mit einer Schweigeminute gedacht.
Aus dem Bericht von Eddes Peiffer, Sektionspräsident und Gemeinderat, ging hervor, dass innerhalb eines Jahres sechs Mitgliederversammlungen stattfanden, ein Informations- und Verkaufsstand aus Anlaß der lokalen Braderie am 28. Juni durchgeführt und am 23. August eine Gedenkfeier für den vor 82 Jahren im KZ Mauthausen von den Nazis ermordeten Kommunisten Nik. Bausch organisiert wurde. Hinzu kam die Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen der KPL auf nationaler Ebene und am 16. November die Organisation der Landeskonferenz der KPL in Rümelingen.
Einsatz für die
Interessen der
Rümelinger
Bevölkerung erfordert
Neben der befasste Eddes Peiffer sich mit den Problemen, vor die sich Teile der Rümelinger Bevölkerung gestellt sehen: die hohe Arbeitslosigkeit, die Wohnungsnut und die Armut. 10 Prozent der Menschen, die in Rümelingen wohnen, sind von Armut betroffen, da ihnen nicht die benötigte Hilfe zukommt seitens einer Regierung, welche die öffentlichen Gelder zu Gusten des Finanzkapitals und des Patronats umverteilt und Milliarden für die Rüstung ausgibt. Aber auch die Gemeindeverwaltung sei stärker gefordert, bei der Lösung der Probleme mitzuhelfen.
Für die Sektion der KPL gelte es, sich noch besser mit den lokalen Problemen vertraut zu machen, darüber zu informieren, konkrete Verbesserungsvorschläge zu machen und auf deren Verwirklichung zu drängen. Heftig kritisierte Edds Peiffer die hinterhältige Polemik, welche von der CSV im Zusammenhang mit der Vermietung einer kommunalen Wohnung an eine Person, die sich in einer Notlage befand, betrieben wurde.
Kassierer André Romersa wurde nach seinem Finanzbericht wegen seiner exakten Buchführung seitens der Kassenrevisoren Entlastung erteilt, was von den Versammlungsteilnehmern mit starkem Applaus bekräftigten.
In geheimer Wahl wurden anschließend folgende Genossinnen und Genossen als Komiteemitglieder gewählt (in alphabetischer Reihenfolge): Johny Gudenburg, Jupp Gudenburg, Armand Humbert, Fabrice Lazzeri (neu), Edmond Peiffer und André Romersa und Nicole Schweich (neu). Kassenrevisorinnen bleiben Florence Bleses und Chantal Louis.
KPL-Präsident Ali Ruckert bedankte sich bei den Rümelinger Kommunistinnen und Kommunisten für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit und befasste sich in seinem Referat vornehmlich mir der schwierigen internationalen Lage, dem von den USA und Israel vom Zaun gebrochen Krieg gegen den Iran, für den die Schaffenden hierzulande mit Preiserhöhungen bezahlen müssen, und mit der Rüstungspolitik der NATO, die auch zur Folge hat, dass die CSV/DP-Regierung Milliarden öffentliche Gelder verpulvert, während sie gleichzeitig nur wenig gegen die Armut und die Wohnungsnot tut.
Mindestlohn und
Mindestrente um 500 Euro erhöhen!
Besonders scharf prangerte der KPL-Präsident die Weigerung der Regierung an, den gesetzlichen Mindestlohn strukturell zu erhöhen, wie das die Gewerkschaften fordern.
Er erläuterte die Forderung der KPL, den Mindestlohn und die Mindestrente um 500 Euro im Monat anzuheben, damit der Nachholbedarf, der sich im Laufe der Jahre angestaut, endlich erfüllt wird.
Sollte es zu Aktionen der Gewerkschaften kommen, werde die KPL diese tatkräftig unterstützen, so der KPL-Präsident, der auch zur Teilnahme am Ostermarsch am 4. April in der Hauptstadt aufrief.
Zum Abschluß der Generalversammlung wurde Fabrice Lazzeri, der im vergangenen Jahr in die KPL eintrat, eine Spezialausgabe des »Manifest der Kommunistischen Partei« von Karl Marx und Friedrich Engels überreicht, während Sektionspräsident und Gemeinderat Eddes Peiffer für 60 Jahre Parteimitgliedschaft beschenkt wurde.
(Foto: KPL)
