Kaleidoskop20. Januar 2024

Sundance-Festival in Utah eröffnet

von dpa/ZLV

Im verschneiten Wintersportort Park City (USA-Staat Utah) ist am Donnerstagabend (Ortszeit) das Sundance Film Festival eröffnet worden. Es ist die bereits 40. Ausgabe des von Hollywoodstar Robert Redford ins Leben gerufenen Festivals für Independent-Produktionen. Bis zum 28. Januar stehen mehr als 80 Spielfilme aus 24 Ländern auf dem Programm.

Neben Filmschaffenden aus aller Welt werden auch viele Hollywoodstars erwartet. Kristen Stewart, Pedro Pascal, Jesse Eisenberg oder Regisseur Steven Soderbergh wollen beim Sundance Festival ihre Independent-Projekte vorstellen. Soderbergh zeigt seinen Thriller »Presence«, Stewart ist zusammen mit Steven Yeun in dem futuristischen Liebesfilm »Love Me« zu sehen, Eisenberg präsentiert sein neues Regieprojekt »A Real Pain«.

Auch deutsche Produktionen mischen bei dem Festival mit. Unter den zehn Kandidaten in der Wettbewerbskategorie »World Cinema Documentary Competition« ist »Eternal you – Vom Ende der Endlichkeit«. Die Doku des Regieduos Hans Block und Moritz Riesewieck (»The Cleaners«) feiert dort seine Weltpremiere. Die Dokumentation schaut auf Start-Ups, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) digitale Avatare schaffen, um es Trauernden zu ermöglichen, mit Verstorbenen zu kommunizieren.

Auch der neue Spielfilm von Regisseurin Nora Fingscheidt (»Systemsprenger«), die für die Buchverfilmung »The Outrun« Schauspielerin Saoirse Ronan vor die Kamera holte, hat beim Festival Weltpremiere. Das Drama erzählt von einer alkoholkranken Frau in London, die auf ihre schottische Heimatinsel Orkney zurückkehrt.

Für viele kleinere Filme ist das Sundance-Festival ein Sprungbrett, um Verleiher und ein breiteres Publikum zu finden. 2021 holte zum Beispiel das Gehörlosendrama »Coda« die Spitzenpreise der Jury und der Zuschauer, später wurde der Streifen bei den Oscars als »Bester Film« gefeiert.