Luxemburg23. Januar 2026

Altersarmut

Immer mehr Menschen über 70 auf Teuerungszulage angewiesen

von Ali Ruckert

Weil ihre niedrige Rente es ihnen nicht möglich macht, zum Monatsende die zwei Enden zusammenzubekommen, stellten in den vergangenen Jahren zunehmend Menschen, die von Altersarmut betroffenen sind, einen Antrag auf die Teuerungszulage und die Energieprämie.

In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage teilte Familienminister Hahn (DP) mit, dass 2022 insgesamt 2.195 Menschen über 70 die Teuerungslage und die Energieprämie gewährt wurde. 2023 waren es 2.313 Menschen, 2024 schon 2.488 und 2025 sogar 2.992.

Die starke Zunahme zwischen 2024 und 2025 ist teilweise dadurch zu erklären, dass ab dem 1. Januar 2025 die Teuerungszulage und die Energieprämie, ohne dass ein Antrag gestellt werden musste, automatisch an die Bezieher des Mindesteinkommens ausbezahlt wurden.

Parallel zur wachsenden Zahl der Teuerungslage und die Energieprämie nahm auch die Zahl der Menschen über 70 zu, die vom gesetzlichen Mindesteinkommen leben müssen. 2022 waren es 1.245, 2025 bereits 1.432.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die zum 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Maßnahmen, mit denen die Regierung Altersarmut reduzieren will – der Zuschuss für ältere Menschen COMPA und die finanzielle Unterstützung für ältere Menschen AFPA – in der Realität auswirken werden.

Die einfachere, aber vielversprechende Methode, die Mindestrente um 500 Euro im Monat zu erhöhen, wie das die KPL fordert, um konkret gegen Altersarmut vorzugehen, lehnt die CSV/DP-Koalition bekanntlich ab, sowie sie auch von einer Erhöhung des Mindestlohnes um 500 Euro nichts wissen will, obwohl bekanntlich seit langem bekannt ist, dass niedrige Löhne noch niedrigere Renten zur Folge haben.