Kaleidoskop24. Dezember 2025

Britischer Sänger Chris Rea mit 74 Jahren gestorben

von dpa/ZLV

London – Chris Rea ist tot. Der Sänger und Gitarrist starb am Montag nach kurzer Krankheit im Alter von 74 Jahren, sagte ein Sprecher der Familie der Nachrichtenagentur PA sowie der BBC. Eines der bekanntesten Werke des Musikers läuft in diesen Tagen in Dauerschleife im Radio: 1986 nahm Rea »Driving Home for Christmas« auf.

Geboren worden war der Künstler am 4. März 1951 in Middlesbrough, einer Großstadt im Nordosten Englands. Er stammt aus einer italienisch-irischen Arbeiterfamilie. Erst mit knapp 20 Jahren begann er, Gitarre zu spielen, obwohl er lange von einer Karriere als Filmmusiker geträumt hatte. Seinen Durchbruch feierte Rea 1978 in den USA mit der Single »Fool If You Think It’s Over«.

In den 80er Jahren machte er sich mit Titeln wie »Josephine« auch in Kontinentaleuropa einen Namen. In seiner britischen Heimat erklomm er erst 1989 die Charts mit »The Road to Hell«, dann mit »Auberge«. Fast 30 Millionen Platten verkaufte der Blues- und Rockstar insgesamt.

Im Frühjahr 2000 wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. In einer 16-stündigen Operation mußten die Drüse und Teile des Magens entfernt werden. Seine Abschiedstour gab Chris Rea daher bereits 2006. Auf der bewegenden »Road To Hell and Back Farewell«-Tour wußte jeder, daß er den Weg zur Hölle und zurück schon hinter sich gebracht hatte.

Seither konnte Rea nur mit Tabletten und täglich gespritztem Insulin überleben. Auf ausgedehnte Tourneen mußte er für Jahre verzichten; stattdessen konzentrierte er sich aufs Malen und nahm Bluesmusik im eigenen Studio auf. »Blue Guitars« (2005) resultierte in nicht weniger als elf CDs, dazu ein Buch mit eigenen Gemälden.

Im Dezember 2016 erlitt er einen Schlaganfall von dem er sich nur langsam erholte. Umso größer war der Schock, als er ein Jahr später mit seinem neuen Album »Road Songs for Lovers« tourte und in Oxford auf der Bühne zusammenbrach. Der Musiker hinterläßt seine Ehefrau Joan und zwei Töchter.