Zweiter Streiktag
Streikposten vor der Cargolux-Zentrale
Auch während des zweiten Streiktags der Beschäftigten von Cargolux – der erste Streik seit Bestehen des Unternehmens –, blieben am Freitag alle 26 Flugzeuge der Frachtfluggesellschaft in Luxemburg, Baku (Aserbaidschan), Bahrain, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), Hongkong und Chengdu (China), Anchorage, Chicago und Houston (USA), Mexico-City und Campinos (Brasilien) am Boden. Vor der Cargolux-Zentrale in Sandweiler, wo sich am ersten Streiktag 800 Beschäftigte versammelt hatten, um deutlich zu machen, dass sie fest hinter den Lohnforderungen stehen, welche die Gewerkschaften OGBL und LCGB während der Kollektivvertragsverhandlungen gestellt hatten, waren am Freitag fortwährend bis zu hundert Streikposten zugegen. Sie bekundeten ihre Bereitschaft, sich mit aller Energie für eine lineare Aufbesserung ihrer Löhne um 6 Prozent innerhalb von vier Jahren, eine Garantie für den Schutz ihres Einkommens vor Inflation in der Hypothese einer Indexmanipulation und eine neue Lohntabelle für das Bodenpersonal einzusetzen. Viel Applaus erntete der Barde Serge Tonnar, der am gestrigen Nachmittag die Streikposten vor der Cargolux-Zentrale musikalisch unterstützte. Bis Redaktionsschluss gab es kein Anzeichen dafür, dass die Geschäftsführung, die ihre Zeit damit verbringt, mit vergifteten Pfeilen auf die Gewerkschaften zu schießen, Bereitschaft zeigen würde, die Forderungen der Beschäftigten zu erfüllen. Die KPL hatte bereits am Mittwoch dieser Woche eine Solidaritätserklärung mit den Beschäftigten von Cargolux und ihren Gewerkschaften veröffentlicht.

