Luxair gibt Cargo-Aktivitäten auf – Die Beschäftigten des Cargo-Centers protestieren:
»Wir fordern schriftliche Garantien!«
Nach der Entscheidung der Fluggesellschaft Luxair, sich nicht am Ausschreibungsverfahren zur Vergabe der neuen Handling-Lizenzen im Frachtbereich zu beteiligen und sich nach 27 Jahren von ihren Cargo-Aktivitäten zu trennen, manifestierten am Freitag die Beschäftigten des Luxair-Cargo-Centers und weitere Belegschaftsmitglieder von Luxair, einem Aufruf der Gewerkschaften OGBL, LCGB und NGL-SNEP folgend. Bereits im Vorfeld der Protestaktion hatte OGBL-Zentralsekretärin Michelle Cloos gegenüber der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« deutlich gemacht, dass man schriftliche Garantien für die Zukunft der mehr als 1.100 Beschäftigten fordere und nicht bereit sei, Verschlechterungen hinzunehmen. Die Gewerkschaften fordern eine Garantie, dass es nach der Übernahme durch einen neuen Betreiber nicht zu Entlassungen kommen darf, ein eigener Kollektivvertrag für die neue Gesellschaft auf der Grundlage des bestehenden Luxair-Kollektivvertrags verhandelt wird, die bestehenden Vereinbarungen und außergesetzlichen Vorteile der Beschäftigten beibehalten werden, der während der vergangenen Jahre erfolgte unermüdliche Einsatz der Beschäftigten, die starkem Stress ausgesetzt waren, anerkannt wird und eine angemessene gewerkschaftliche Vertretung der Beschäftigten des Cargo-Centers zugesichert wird. Im November soll die Entscheidung darüber fallen, wem die Lizenzen zugesprochen werden. Einer der Anwärter ist die Frachtfluggesellschaft Cargolux, die knapp 80 Prozent des Frachtaufkommens am Flughafen Findel abwickelt. Sie gehört, wie das ebenfalls für Luxair zutrifft, mehrheitlich dem Luxemburger Staat über direkte und indirekte Kapitalbeteiligungen.
