Kaleidoskop20. Januar 2024

Dritter Privatflug zur ISS gestartet

von dpa/ZLV

Vier Europäer sind am Donnerstag mit dem dritten Privatflug zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Der in Spanien geborene frühere NASA-Astronaut Michael López-Alegría, der Italiener Walter Villadei, der Schwede Marcus Wandt und der Türke Alper Gezeravci hoben vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im USA-Staat Florida an Bord eines »Crew Dragon« des privaten US-amerikanischen Unternehmens SpaceX ab. Mit Gezeravci fliegt erstmals ein Türke ins All.

Die vier privaten Raumfahrer sollen rund zwei Wochen an Bord der ISS bleiben und wissenschaftliche Experimente durchführen. Organisiert wurde die Reise vom privaten Raumfahrtunternehmen Axiom Space in Zusammenarbeit mit der NASA und SpaceX – dem Unternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk. Medienberichten zufolge bezahlen die Passagiere jeweils ungefähr 50 Millionen Euro für den Trip ins Weltall.

Das 2016 vom früheren NASA-Manager Michael Suffredini und dem iranisch-US-amerikanischen Geschäftsmann Kam Ghaffarian gegründete Unternehmen Axiom Space plant für die Zukunft auch eine eigene kommerzielle Raumstation.

Zwei private Raumflüge hat Axiom schon erfolgreich absolviert: Im April 2022 flog López-Alegría zusammen mit dem US-amerikanischen Unternehmer Larry Connor, dem israelischen Unternehmer Eytan Stibbe und dem kanadischen Investor Mark Pathy zur ISS. Im Mai 2023 flogen erstmals ein Mann und eine Frau aus Saudi-Arabien, Ali Alqarni und seine Kollegin Rayyanah Barnawi, sowie die frühere NASA-Astronautin Peggy Whitson und der Ex-Rennfahrer John Shoffner.

Einzelne private »Weltraumtouristen« hatte es auf der ISS schon zuvor mehrfach gegeben, bei den Axiom-Flügen handelte es sich aber um die ersten komplett privaten Crews.