Luxemburg08. Dezember 2023

Der Preisindex im November

Kinderkrippen und Frischgemüse deutlich teurer

von Ali Ruckert

Der Preisindex ging im Monat November um 0,3 Prozentpunkte zurück, bedingt durch niedrigere Preise bei Erdölprodukten und Pauschalreisen, doch parallel wurden zahlreiche Dienstleistungen und Waren des täglichen Gebrauchs teurer. Das geht aus den monatlichen Berechnungen des nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien Statec hervor.

Die Erdölprodukte wurden im Durchschnitt um 3,2 Prozent billiger im Vergleich zum Oktober. Beim Heizöl betrug der Preisrückgang 5,8 Prozent, beim Diesel 4,8 Prozent, beim Benzin 1,9 Prozent und beim Stadtgas 1,4 Prozent.

Deutlich billiger wurden im November aber auch Pauschalreisen (-18,1 Prozent) und Flugtickets (-4,2 Prozent). Doch das wird nur von kurzer Dauer sein, denn infolge der Schulferien und der Feiertage im Dezember werden die Reisebüros und Fluggesellschaften wieder kräftig absahnen.

Teurer wurden im November hingegen unter anderem Kinderkrippen und Tagesstätten (+3,4 Prozent) und Mobilfunkdienste (+2,3 Prozent). In der Gastronomiebranche wurden die Preise um 0,2 Prozent angehoben. Teurer wurden aber auch Möbel und Damenbekleidung.

Im Lebensmittelbereich waren niedrige Preise für Fisch, Käse, Pasta und Couscous zu verzeichnen, aber global gesehen wurden Lebensmittel im Durchschnitt 0,3 Prozent teurer. Überdurchschnittlich hohe Preisaufschläge wurden bei Frischgemüse (5 Prozent), Frischobst (+2,6 Prozent) und Geflügel (+1,1 Prozent) festgestellt. Auf ein Jahr betrachtet, stiegen die Lebensmittelpreise um 7,9 Pro­­zent.

Die Jahresinflationsrate ging im November von 3,2 auf 3 Prozent zurück. Der semestrielle Durchschnitt des Index vom 1. Januar 1948, der für die Anpassung der Löhne und Renten an die Inflation gilt, stieg von 995.34 auf 997.10 Punkte, bei 1.013.46 Punkten wird die nächste Indextranche ausgelöst.