LCGB warnt Regierung vor Rentenabbau
Gelegentlich des Neujahrsempfangs des LCGB am 10. Januar bezeichnete dessen Präsident Patrick Dury die Vorgehensweise der Ministerin für soziale Sicherheit, Martine Deprez, in der Rentenfrage als »vollständig amateurhaft« und »fehl am Platz«.
Die Ministerin hatte zuvor kaum verhüllt durchblicken lassen, dass, sollten die Einnahmen der Rentenkasse deren Ausgaben nicht mehr abdecken, was ab 2027 der Fall sein soll, es zu einer Rentenverschlechterungsreform kommen könnte. Die Absicht der CSV/DP-Regierung ist es, bekanntlich betriebliche Zusatzrenten und private Altersversorgung zu fördern, um Einsparungen bei den Leistungen im öffentlichen Rentensystem vorzunehmen. Umschrieben wird das damit, dass Verschlechterungen im öffentlichen Rentensystem für jene, deren Lohn es nicht erlaubt, sich zusätzlich privat abzusichern, nicht geplant seien.
Anlässlich des Neujahrsempfangs des LCGB hieß es, für die Gewerkschaft käme weder Rentenabbau noch Rentenklau in Frage. Beitragserhöhungen und eine Abschaffung der Beitragsobergrenze dürften hingegen kein Tabu sein.
Der LCGB-Präsident forderte die Regierung auf, die Finger von einer Zerstörung des öffentlichen Rentensystems zu lassen und kündigte an, er werde mit anderen Gewerkschaften eng zusammenarbeiten, um jegliche Verschlechterungen zu verhindern.
(Foto: LCGB)

