Neuer Kollektivvertrag bei Tarkett unterzeichnet
Nach Verhandlungen, die 21 Monate in Anspruch nahmen, unterzeichneten der OGBL, der LCGB und die Personalvertretung, zusammen mit der Geschäftsführung von Tarkett GDL, einen neuen Kollektivvertrag für die 430 Beschäftigten des Unternehmens in Lenzweiler im äußersten Norden des Landes.
Der Betrieb, in dem Bodenbeläge und Dämmprodukten für die Automobil- und Bauindustrie hergestellt werden, ist Teil des französischen Targett-Konzerns, der im Besitz der Familie Deconinck ist. Infolge der von den Aktionären verordneten Restrukturierung wurde 2024 in Lenzweiler eine Produktionslinie geschlossen, die Produktion wurde nach Deutschland ausgelagert und bei Targett GDL wurde jeder fünfte Arbeitsplatz abgebaut.
Im neuen, dreijährigen Kollektivvertrag, der federführend vom OGBL ausgearbeitet wurde und rückwirkend ab dem 1. Juli 2025 gilt, ist eine neue Lohntabelle verankert mit festgelegten Abständen zwischen den verschiedenen Lohnklassen und festgeschriebenen Mindestabständen bei künftigen Erhöhungen des gesetzlichen Mindestlohns.
Neu gestaltet und geltend ab dem 1. Januar 2027 wurde das System zur Berechnung des an die Leistung geknüpften Bonus. Bei der Mitarbeiterbeurteilung wurde eine neue Verteilungsmethode festgehalten, während die Vorruhestands- und Ruhestandsprämie, die von der Betriebszugehörigkeit abhängt, erhöht wurde, geltend ab dem 1. Januar 2026.

