Kaleidoskop21. März 2026

Deutsche Lehrer: WhatsApp-Regulierung unrealistisch

von dpa/ZLV

Berlin – Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands sieht eine mögliche Regulierung von Messenger-Diensten wie WhatsApp für Kinder und Jugendliche kritisch. »Ein generelles Verbot oder weitreichende Nutzungseinschränkungen« seien »kaum realistisch« in der Praxis, sagte Stefan Düll den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Messenger spielten »heute eine zentrale Rolle in der alltäglichen Kommunikation und Terminabstimmung«, sagte Düll. Zum Beispiel in »Familien, in Vereinen, in Jugendgruppen, in religiösen Gemeinschaften«.

Zuvor hatte sich Bildungsministerin Karin Prien am Mittwoch im WDR für eine Regulierung von Messengern für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. »Ich glaube, wir müssen nicht nur über Social-Media-Regulierung, sondern auch über Messengerdienst-Regulierung sprechen«, sagte die CDU-Politikerin dem Sender. Hintergrund ist eine Umfrage unter Kindern und Jugendlichen von Infratest dimap im Auftrag des WDR. Dabei ging es um belastende Inhalte in Klassenchats, wie Beleidigungen und Mobbing.