Klimawandel schädigt Baumbestand
Welche Arten können überleben und welche Hilfen gibt es dabei?
Der Klimawandel macht auch vor Luxemburgs Wäldern nicht halt. Lange Dürreperioden, Hitzewellen und Starkregen setzen den Bäumen schwer zu – besonders junge Pflanzen leiden unter ausgetrockneten Böden und extremer Sonneneinstrahlung. Wie Umweltminister Serge Wilmes in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage erklärt, sind jedoch nicht alle Baumarten gleich betroffen.
Während Buche, Eiche und viele heimische Arten unter den extremen Bedingungen leiden, kommen andere besser zurecht. Drachenbäume, Feldahorn, Spitzahorn oder Winterlinden haben sich als widerstandsfähiger erwiesen, da sie entweder Wasser effizienter speichern oder über morphologische Anpassungen verfügen, die Verdunstung reduzieren. Auch mediterrane Arten sind oft besser an Hitze angepasst. Bei Starkregen kann es zudem zu Bodenerosion kommen, besonders auf ungeschützten Freiflächen ohne krautige Vegetationsdecke.
Um die Wälder zukunftsfähig zu machen, rät der Minister zu Mischkulturen mit standortangepassten Arten. Besonders empfehlenswert sind heimische Bäume, die mit den veränderten Klimabedingungen zurechtkommen. Für Waldbesitzer gibt es finanzielle Unterstützung aus dem »Règlement grand-ducal« vom 3. März 2022, das verschiedene Förderprogramme für nachhaltige Waldbewirtschaftung vorsieht.
So können kleinere Waldflächen unter 30 Ar durch Aufwertungspflanzungen gefördert werden, während bei größeren Flächen-, Reihen- oder Trupppflanzungen möglich sind. Voraussetzung ist, dass mindestens drei Baumarten gepflanzt werden, die an den Standort angepasst sind. Zudem müssen 30% Laubbäume und 70% autorisierte Arten enthalten sein. Für bestehende Wälder gibt es zusätzlich den »Klimabonus Wald«, welcher weitere Anreize schafft.
