Michelle Yeoh kämpfte gegen Asienklischees in Hollywood
Berlin – Schauspielerin Michelle Yeoh hat eigenen Worten zufolge gegen asiatische Klischeerollen in der US-amerikanischen Filmwelt ankämpfen müssen. Als sie zum ersten Mal nach Hollywood kam, seien ihr nur sehr stereotype Rollen angeboten worden, zum Beispiel »das chinesische Mädchen in Chinatown«, sagte die aus Malaysia stammende Darstellerin bei der Berlinale.
Es habe immer einen Grund dafür geben müssen, wieso ein asiatisches Gesicht beispielsweise als Arzt, Krankenschwester oder Nachrichtensprecher auftreten solle. Yeoh: »Als ich das erstmals hörte, fragte ich mich, warum das so war. Ich meine: Wie bin ich plötzlich zu einer Minderheit geworden? Ich denke, es gibt viele von uns«. Sie habe dann gelernt, stereotype Rollen abzulehnen.
Yeoh ist für Filme wie »Wicked« und »Tiger and Dragon« bekannt. Im Jahr 2023 schrieb sie Oscargeschichte, als sie als erste Asiatin überhaupt für ihre Rolle in »Everything Everywhere All at Once« zur besten Hauptdarstellerin gekürt wurde. Bei der Eröffnungsgala der Berlinale wurde Yeoh am Donnerstagabend mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk geehrt.
Gefragt, ob sie Veränderungen in den Diversitätsrichtlinien der Filmstudios sehe, sagte sie: »Es ist immer noch ein Kampf. Ich glaube nicht, daß solche Probleme einfach über Nacht verschwinden«.

