Neue Brückenverbindung zwischen China und Nordkorea
Dandong – Nachdem sich die Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der Demokratischen Volksrepublik im Norden der koreanischen Halbinsel zuletzt deutlich verbessert haben, wirkt sich das immer mehr auf die gemeinsamen Infrastrukturanlagen aus. Am Donnerstag wurde neben der Chinesisch-Koreanischen Freundschaftsbrücke von Dandong in der nordostchinesischen Provinz Liaoning zum nordkoreanischen Sinuiju eine weitere, rund drei Kilometer lange Brückenverbindung über den Fluß Yalu feierlich eröffnet.
Die neue, vier- statt bisher einspurige Brücke werde den gemeinsamen Wirtschafts- und Handelsaustausch fördern, sagte Mao Ning, die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, gestern in Beijing. China ist schon heute der wichtigste Handelspartner Nordkoreas. Eigentlich hätte die neue Brücke schon vor zwölf Jahren eröffnet werden sollen. Doch hatte Nordkorea Gebäude zur Zollabfertigung und Grenzkontrolle nicht fertiggestellt. Die Hintergründe sind nicht bekannt. Als mögliche Erklärung gelten Streitigkeiten zwischen Beijing und Pjöngjang und die Grenzschließungen wegen der Coronapandemie.
Zuletzt verbesserten sich die Beziehungen der Nachbarn jedoch merklich. Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hatte vor gut einem Jahr auf einer seiner seltenen Auslandsreisen Beijing besucht. Im Juni kam Chinas Staatspräsident Xi Jinping zum Gegenbesuch nach Pjöngjang. Die Yalu-Brücke ging rund einen Monat nach der Eröffnung der ersten Straßenverbindung zwischen Nordkorea und Rußland über den Grenzfluß Tumannaja (Tumen) in Betrieb.

