Luxemburg10. Juni 2021

Höhere Preise für Erdölprodukte treiben Inflation in die Höhe

von Ali Ruckert

Im Monat Mai dieses Jahres stieg der Preisindex um 0,3 Prozent im Vergleich zum Monat April, während die Jahresinflationsrate von 2,1 auf 2,5 Prozent kletterte.

Laut statistischem Amt ist diese Entwicklung vornehmlich auf eine Erhöhung der Preise für Erdölprodukte zurückzuführen. Benzin wurde an der Zapfsäule um 1,4 Prozent und Diesel um 3,2 Prozent teurer, während der Preis für Heizöl sogar um 4,1 Prozent anstieg.

Teurer wurden aber auch eine ganze Reihe von Lebensmittel, darunter Vollmilch (+2,2 Prozent), Frischobst (+1,4%) und Fleisch (+0,7 Prozent). Billiger wurden hingegen Meeresfrüchte, Frischgemüse und Reis, allerdings stiegen die Preise für Lebensmittel im Durchschnitt um 0,4 Prozent innerhalb eines Monats. Teurer wurden auch alkoholische Getränke in Supermärkten, darunter Bier (+1,5 Prozent). Deutlich tiefer in die Tasche greifen musste man im Mai beim Kauf eines Flugzeugtickets (+13,8 Prozent).

Der semestrielle Durchschnitt des Index vom 1. Januar 1948, der für die nachträgliche Anpassung der Löhne an die Inflation gilt, stieg von 884.74 auf 887.22 Punkte. Die nächste Indextranche wird bei 895.78 Punkten erfallen, so dass die Löhne voraussichtlich noch in diesem Jahr an die Preisentwicklung angepasst werden dürften. Bis dahin wird die Kaufkraft der Lohnabhängigen und Rentner aufgrund der schleichenden Teuerung weiter konstant zurückgehen.