Cargolux mit 4,4 Milliarden Dollar Nettoprofit in fünf Jahren
Die Aktionäre und Manager der Frachtfluggesellschaft Cargolux dürfen sich freuen. Diese Woche gab die Geschäftsführung für 2024 einen Umsatz von 3,33 Milliarden Dollar und einen Nettoprofit in Höhe von 448 Millionen Dollar bekannt.
Innerhalb der vergangenen fünf Jahre verzeichnete die Frachtfluggesellschaft zusammengenommen einen Nettoprofit von 4,4 Milliarden Dollar, davon allein 1,6 Milliarden Dollar im Jahr 2022.
Diese Resultate gehen nicht nur auf die erhöhte Auftragslage zurück, sondern haben auch mit der intensiveren Ausbeutung der Arbeitskraft der fast 4.000 Beschäftigten zu tun.
Im September 2023 bedurfte es sogar eines dreitägigen Streiks bei Cargolux, um rückwirkend auf den 1. September 2023 um 2,5 Prozent Lohnerhöhung und jeweils ein zusätzliches Prozent ab September 2024, 2025 und 2026 durchzusetzen.
Für 2025 erwartet die Frachtfluggesellschaft aufgrund geopolitischer Spannungen und möglicher Zölle durch die Trump-Administration Störungen auf einem Teil ihrer bisherigen Handelsrouten, rechnet aber auch damit, dass ihre Frachtkapazitäten noch in einem noch größeren Maß als bisher nach Asien verlagert werden. Höhere Ausgaben werden dadurch erwartet, dass dem konventionellen Treibstoff seit dem 1. Januar dieses Jahres 2 Prozent des deutlich teureren »grünen Treibstoffs« beigemischt werden muss.
Cargolux verfügt gegenwärtig über eine Flotte von 30 Boeing-Frachtflugmaschinen, steuert weltweit mehr als 75 Flughäfen an und hat Niederlassungen in über 50 Ländern.
Die Kontrolle über das Frachtflugunternehmen hat der Luxemburger Staat über eine direkte Beteilung von 8,32 Prozent und eine indirekte Beteiligung über Luxair (35,1 Prozent), die staatliche Luxemburger Bank und Sparkasse BCEE (10,91 Prozent) und die staatliche Investitionsbank SNCI (10,67 Prozent). 35 Prozent der Aktien von Cargolux hält die chinesische Henan Civil Aviation Development and Investment (HNCA), die sich in öffentlicher Hand befindet.

