Immer mehr Tote und Vermißte in Indonesien
Jakarta – Auf der indonesischen Insel Sumatra steigt die Zahl der Opfer nach der verheerenden Flutkatastrophe weiter. Nach Angaben des nationalen Katastrophenschutzes wurden mittlerweile mehr als 600 Tote infolge der schweren Überschwemmungen und Erdrutsche gemeldet. Mehr als 460 Menschen wurden am Dienstag noch vermißt, rund 2.600 wurden verletzt. Schlimm betroffen sind die Provinzen Aceh, Nord- und Westsumatra, wo Hunderttausende Menschen obdachlos wurden.
Gewaltige Regenfälle haben zuletzt in mehreren Ländern Süd- und Südostasiens zu Überschwemmungskatastrophen geführt. Laut Informationen der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf sind in Indonesien, Vietnam, den Philippinen, Sri Lanka und Thailand insgesamt mindestens 1.958 Tote und Vermißte zu beklagen. In Vietnam stünden weitere starke Niederschläge bevor, hieß es von der WMO.
Auf Sumatra suchten allein im Bezirk Tapanuli Utara mehr als 15.000 Menschen Zuflucht in Notunterkünften. »Unsere Priorität ist es, Zufahrtswege freizumachen, die Vermißten zu finden und sicherzustellen, daß die Vertriebenen Nahrung, sauberes Wasser und Unterkünfte erhalten«, sagte Abdul Muhari, Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Er warnte, die Zahl der Opfer könne noch steigen.

