Belgisch-luxemburgische Aufrüstung
Bisher mehr als eine halbe Milliarde Euro für das Militärflugzeug ausgegeben
Diese Woche traf sich Armeeministerin Yuriko Backes mit der belgischen Armeeministerin Ludovine Dedonder in Brüssel zu einem Gespräch über die binationale Einheit A400M, die seit 2021 einsatzbereit ist. Gesprächsthema war auch das belgisch-luxemburgische Aufklärungsbataillon, das bis 2030 einsatzbereit sein soll.
Belgien und Luxemburg hatten 2001 ein bilaterales Abkommen über den gemeinsamen Erwerb von acht strategischen Militärtransportern vom Typ Airbus A400M unterzeichnet – sieben für Belgien und eins für Luxemburg.
Die ersten Maschinen wurden 2020 fertiggestellt. Seit das letzte Transportflugzeug vor eine Woche ausgeliefert wurde, ist die »Belgium-Luxembourg Binational Air Transport Unit A400M«Flotte komplett.
Alle acht Maschinen, die ohne Zwischenlandung 4.500 Kilometer bei 30 Tonnen Zuladung bewältigen können, sind auf dem belgischen Militärflughafen Melsbroek stationiert. Luxemburg stellt sechs Piloten und drei Lademeister und gab bisher mehr als eine halbe Milliarde Euro für das Militärflugzeug aus.
Bei dem Gespräch in Brüssel bekräftigte Armeeministerin Backes, dass das geplante binationale Aufklärungsbataillon für Luxemburg »absolute Priorität« hat und »als konkretes Beispiel für die Umsetzung der Konzepte der NATO und der EU zur Förderung einer verstärkten multinationalen Zusammenarbeit an Soldaten diene. Allerdings mangelt es Luxemburg bis dato noch an freiwilligen und Berufssoldaten, um alle militärischen Vorhaben umzusetzen.
Das 700 Mann starke Bataillon soll in Arlon angesiedelt werden, mit Außenstellen in Marche-en-Famenne in der belgischen Provinz Luxemburg und in Diekirch.
Ausgerüstet werden soll das Bataillon mit gepanzerten Aufklärungsfahrzeugen und Kommunikationssystemen, welche mit der Ausrüstung des strategischen französisch-belgischen Rüstungsprogramms »Capacité Motorisée« übereinstimmen.

