Kaleidoskop24. Oktober 2026

Pferdekutschen im Central Park verboten

von dpa/ZLV

New York – Nach rund 150 Jahren geht die Ära der Pferdekutschen im New Yorker Central Park zu Ende. Der Stadtrat stimmte für ein Gesetz, das die traditionsreiche Attraktion bis zum 1. Juni 2028 schrittweise abschaffen soll. Auf den Gesetzesentwurf hatten sich New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani und Stadtratspräsidentin Julie Menin geeinigt. Ein Gesundheitsausschuß des Stadtrats hatte dem Papier zuvor ebenfalls zugestimmt.

Der Beschluß kommt nach jahrzehntelangem Streit über die Abschaffung der Pferdekutschen. Vor allem bei Touristen sind sie beliebt, Tierschützer kritisieren aber, daß die Pferde überarbeitet und schlecht untergebracht seien, und daß sie leicht in Panik gerieten. Die rund 150 Kutscher weisen die Vorwürfe zurück – und forderten bis zuletzt mehr Regulierung anstelle einer Abschaffung.

Auch Präsident Donald Trump hatte sich eingemischt. Das Ende der »fundamentalen New-York-Erfahrung« sei »so traurig«, schrieb der in der Metropole Geborene bei seinem Online-Sprachrohr. »Es war eine großartige Tradition. Ein weiteres Stück Geschichte, das verschwindet. Es wird vermißt werden.«