Luxemburg28. März 2026

Meco prangert völlige Intransparenz an

Einspruch gegen Google-Datenzentrum

von Ali Ruckert

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie für das in Bissen geplante Datenzentrum des US-amerikanischen Internetkonzerns Google, deren öffentliche Prozedur am gestrigen Freitag auslief, hat der Mouvement Ecologique Einspruch eingelegt.

Die Umweltorganisation spricht von Intransparenz und verweist darauf, dass sich auf eine Geheimhaltungsklausel berufen wird, um der Öffentlichkeit keinen reinen Wein einzuschenken.

Andererseits will Google offenbar nicht die bestmögliche Technik einsetzen, dies unter anderem trotz eines erheblichen Energieverbrauchs. Einer der Knackpunkte ist, dass das geplante Wasserkühlungssystem nach Schätzungen zwischen 10 und 15 Prozent des aktuellen Wasserverbrauchs in Luxemburgs benötigt, was die hiesigen verfügbaren Wasserkapazitäten deutlich übersteigen würde.

Kritisiert wird, dass die Regierung bisher kein Interesse daran zeigte, eine Analyse der Umweltauswirkungen des Projekts im Verhältnis zu den wirtschaftlichen Vorteilen vorzulegen, und Google natürlich erst recht nicht.

Zur Erinnerung: Google wäre, sollte ein solches Datenzentrum in Betrieb gehen, für 5 bis 7 Prozent der CO2-Emissionen Luxemburgs verantwortlich, der Stromverbrauch entspräche etwa 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs Luxemburgs, und weitere 12 Hektar Boden würden versiegelt.

Hinzu kommt, dass schleierhaft bleibt, woher die Energie für das Datenzentrum herkommen soll, und ob es sich um Strom aus erneuerbaren Energien oder um Atomstrom handeln wird. Eine verpflichtende Nutzung der erheblichen Menge an Abwärme ist auch nicht vorgesehen.

Das ausliegende Dossier entspreche weder den Anforderungen des geänderten Gesetzes vom 15. Mai 2018 über die Umweltverträglichkeitsprüfung noch denen des Gesetzes vom 25. November 2005 über den Zugang der Öffentlichkeit zu Umweltinformationen, heißt es seitens des Mouvement Ecologique, der fordert, dass die derzeitig laufende Prozedur als null und nichtig betrachtet werden sollte.