Nach der Vertragskündigung durch den Konzern Lactalis:
Luxair kauft die Milch der Bauern der Genossenschaft Prolek
Die Genossenschaft Luxlait mit 300 Milchbauern, die im Jahr 170 Millionen Liter Milch produziert und zu Milchprodukten verarbeitet, hat entschieden, die 68 Milchbauern der Genossenschaft Prolek, die bisher 55 Millionen Liter Milch pro Jahr an die Molkerei Ekabe in Eschweiler in der Gemeinde Junglinster ablieferten, langfristig unter Vertrag zu nehmen und bis zu 4 Millionen Euro in die Weiterverarbeitung der Mich zu investieren.
Die Mitglieder des Verwaltungsrats von Prolek unterzeichneten am Donnerstag ihre Verträge mit Luxlait im Beisein der anderen Milchproduzenten, die bis zum 25. September Zeit haben, einen individuellen Vertrag mit Luxlait zu unterschreiben.
Die Unternehmensgruppe Lactalis, eine der weltweit größten Unternehmen im Bereich der Milchindustrie, welche im Besitz der französischen Kapitalistenfamilien Besnier ist, hatte am 28. Mai dieses Jahres angekündigt, sie werde die Verträge mit den Milchbauern der Genossenschaft Prolek, welche die Milch an die Konzerntochter Ekabe abliefert, über den 31. März 2027 nicht verlängern.
Gleichzeitig hatte Lactalis mitgeteilt, man werde die Molkerei Ekabe, in der die angelieferte Milch entrahmt, pasteurisiert und eingedampft wird, wo aber keine Milchprodukte hergestellt werden, weiter betreiben.
Einen Tag nach der Ankündigung hatte die KPL die Regierung am 29. Mai 2026 aufgefordert, die Gesellschaften von Lactelis in Luxemburg, darunter die Molkerei Ekabe, zu nationalisieren und sie in eine Molkereigenossenschaft umzuwandeln. Die Sicherung der Milchabnahme, der Arbeitsplätze und der nationalen Lebensmittelproduktion dürfe nicht länger vom Kalkül eines internationalen Konzerns abhängen, hatte es in der Erklärung geheißen.

