Aus den Betrieben17. April 2026

Aire de Berchem:

Ein Kollektivvertrag für alle

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Knapp ein Jahr nachdem die nationale Ölgesellschaft Kuwaits Anfang Mai 2025 neuer Konzessionär der weiter im Eigentum des Luxemburger Staates stehenden Aire de Berchem wurde und an den größten Tankstellen Europas beidseits der Autobahn A3 nun Q8- statt Aral- und Shell-Kraftstoffe verkauft werden, ist es den Gewerkschaften OGBL und LCGB gelungen, einen einheitlichen Kollektivvertrag für alle mittlerweile rund 190 Lohnabhängigen, auch für die Mitarbeiter von Restaurants, Gaststätten und Imbißbuden, abzuschließen.

Vertragspartner der Gewerkschaften ist das Unternehmen ARS Exploitation. Der Kollektivvertrag mit dreijähriger Laufzeit gilt rückwirkend zum 1. Januar 2026 und bis zum 31. Dezember 2028. Zu den Verbesserungen gehört laut einer am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Presseerklärung von OGBL und LCGB, daß die Zuschläge für die Arbeit an Sonntagen (70 Prozent) und an Feiertagen (100 Prozent) nun auch für die Schaffenden in der Gastronomie gelten. Der 25-prozentige Nachtarbeitszuschlag bleibt den Tankstellenmitarbeitern vorbehalten.

Weiter wurden eine Lohnerhöhung bei jedem Erfallen einer Indextranche, eine Anwesenheitsprämie und eine Leistungsprämie in Höhe von jeweils 200 Euro alle drei Monate sowie für den 24. und den 31. Dezember eine 50-prozentige Silvesterprämie für Arbeiten zwischen 19 Uhr und Mitternacht vereinbart. Auch über bezahlte Pausen (insgesamt 30 Minuten an einem achtstündigen Arbeitstag) und über einen zusätzlichen Urlaubstag für jeweils fünf Jahre Betriebszugehörigkeit können sich die Mitarbeiter der Aire de Berchem nun freuen.