UNEL solidarisch mit den Schülern in Frankreich
Die Stundenorganisation UNEL, welche die Interessen der Schülerinnen und Schüler die der Sekundarstufe II und der Studenten der Universitäten vertritt, hat sich in einem Schreiben mit den Schülern in Frankreich solidarisiert, die auf die Straße gehen, um gegen den desolaten Zustand vieler Schulen, den Mangel an Lehrkräften im Bildungswesen und Sicherheitsprobleme in vielen öffentlichen Gebäuden zu protestierten und ihr Recht auf eine würdige Bildung zu verteidigen.
Die von den französischen Gymnasiasten angesprochenen Probleme beschränken sich jedoch nicht nur auf den Mangel an Lehrpersonal, heißt es in der Erklärung der UNEL. Sie prangern auch den Mangel an grundlegendem Material, marode Infrastruktur sowie Sicherheitsprobleme an, die in einem öffentlichen Gebäude nicht vorkommen dürften: defekte oder unzureichende Brandmelder, der Mangel an Hygieneartikeln wie Toilettenpapier und Seife sowie sogar das Vorkommen von Ratten und Schimmel in einigen Einrichtungen, was ein potenzielles Gesundheitsrisiko für Schüler und Personal darstellt.
Der schlechte Zustand der Schulen hänge insbesondere mit dem Personalmangel und der unzureichenden Finanzierung des Bildungswesens zusammen, schreibt die UNEL.
Sie verurteilt jede Form von Gewalt bei Demonstrationen, und verweist darauf, dass Schülerinnen und Schüler von Schlägen, gewaltsamen Festnahmetechniken und dem Einsatz von Tränengas berichteten, während sie ihr Demonstrationsrecht ausübten. »Das Demonstrationsrecht muss respektiert werden, und jedes Eingreifen der Ordnungskräfte muss verhältnismäßig sein und die Grundrechte der Demonstranten achten, heißt es in der Stellungnahme der UNEL.
Im Namen des Gleichheitsgrundsatzes, der zu den Grundwerten der Französischen Republik gehört, prangern wir die sozioökonomischen Ungleichheiten an, von denen insbesondere Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Stadtvierteln betroffen sind, heißt es in der Erklärung. Jeder Schüler und jede Schülerin sollte das Recht haben, in einem angemessenen, sicheren und würdigen Umfeld zu lernen, unabhängig von seinem oder ihrem Wohnort oder seinem oder ihrem sozioökonomischen Status. Gleichheit vor dem Gesetz und Chancengleichheit dürfen nicht nur einfache Grundsätze sein, die in den Werten der Republik verankert sind: Sie müssen sich konkret in der Realität jeder einzelnen Schule widerspiegeln.

