Kaleidoskop16. November 2023

Viele Tote nach Starkregen in Somalia

von dpa/ZLV

Mogadischu – Aufgrund anhaltender Starkregenfälle sind in Somalia mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. In Beledwayne, einer Stadt im Zentrum des Landes am Horn von Afrika, trat der Fluß Schabelle in der Nacht zum Mittwoch über die Ufer und riß zwölf Menschen mit sich, darunter fünf Kinder. Das sagte Bürgermeister Nadar Tabah dpa.

Fast 350.000 Menschen sind laut der Hilfsorganisation Care obdachlos geworden. Viele Gebiete seien nicht erreichbar. Rund 1,2 Millionen Menschen seien insgesamt von den Überschwemmungen betroffen. Gleichzeitig leidet das verarmte Land an einer der schlimmsten Dürren seit Jahrzehnten. Vor den massiven Niederschlägen waren Regenfälle in fünf aufeinanderfolgenden Perioden ausgeblieben. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung, 6,6 Millionen Menschen, hat nach Angaben der UNO nicht genug zu essen. Derartige Klimaextreme »werden den Hunger in Somalia auf Rekordhöhen halten«, warnte das Welternährungsprogramm.

Auch in anderen Ländern im Nordosten Afrikas – wie Äthiopien, Kenia, Sudan und Südsudan – sind nach UNO-Angaben Millionen von Menschen vom Hunger bedroht. Auslöser der Krise sind neben einer beispiellosen Dürre in einigen und Überschwemmungen in anderen Teilen der Region auch Konflikte wie der jüngste Machtkampf im Sudan, Nachwehen der Coronapandemie, die Bedrohung durch Islamisten und Ausbrüche von Cholera und anderen Krankheiten.