Zwei Tote nach Flugzeugunglück in Hongkong
Hongkong – In der südchinesischen Hafenmetropole Hongkong ist am frühen Montagmorgen ein Frachtflugzeug von einer Landebahn des internationalen Flughafens abgekommen und ins Meer gestürzt. Dabei kollidierte es mit einem Sicherheitsfahrzeug, das ebenfalls von der Piste ins Meer fiel. Die zwei Personen, die sich zum Unglückszeitpunkt in diesem Fahrzeug befanden, sind dabei ums Leben gekommen, teilte die Flughafenbehörde mit.
Die vier Besatzungsmitglieder des Flugzeugs seien gerettet und in ein Krankenhaus gebracht worden. Beim Eintreffen der Rettungskräfte sei das Flugzeug bereits in zwei Teile zerbrochen gewesen und habe im Wasser getrieben, berichtete der Feuerwehrmann Yiu Men-yeung. Die vier Crewmitglieder hätten unverletzt an der geöffneten Tür auf Rettung gewartet, bestätigte Tong Sze-ho von der Rettungsdienstleitung. Nach rund 40 Minuten konnten Taucher die beiden Sicherheitsmitarbeiter tot aus dem Fahrzeug bergen.
Beim Unglücksflugzeug handelt es sich um eine Maschine des USA-Konzerns Boeing vom Typ 747, die in Diensten der in der Türkei ansässigen ACT Airlines ist, aber im Auftrag der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai im Leasingbetrieb flog. Die Maschine war aus Dubai kommend am Hongkonger Internationalen Flughafen gelandet. Der Unfall ereignete sich auf der Nordbahn des Flughafens.
Hongkong zählt zu den verkehrsreichsten Drehkreuzen Asiens. Die betroffene Landebahn wurde gesperrt, die beiden anderen Start- und Landebahnen blieben aber in Betrieb. Der Flugverkehr sei nicht beeinträchtigt, sagte Feuerwehrmann Yiu. Nach Angaben der chinesischen Behörden herrschten zum Zeitpunkt der Landung gute Wetterbedingungen. Die Luftfahrtbehörde stufte den Vorfall als Unfall ein, die genaue Ursache wird noch untersucht. Der Stimmenrekorder im Cockpit sowie der Flugdatenschreiber werden gesucht.

