Bettel vom palästinensischen Premier empfangen
Anders als seine deutsche Amtskollegin Annalena Baerbock wurde Außenminister Xavier Bettel am Donnerstag in Ramallah nicht nur von seinem palästinensischen Amtskollegen Riad al-Maliki, sondern auch vom palästinensischen Premier Mohammed Schtajjeh empfangen (Foto). Am zweiten Tag seiner Nahostreise hatte Bettel zuvor das palästinensische Flüchtlingslager Al-Amari besucht. Dort versicherte er dem Generalkommissar des UNO-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), Philippe Lazzarini, Luxemburg werde das Hilfswerk, das derzeit mehr als 4,7 Millionen palästinensische Flüchtlinge versorgen muß, weiter unterstützen.
Außenminister Bettel gedachte der 146 UNRWA-Mitarbeiter, die in den vergangenen drei Monaten bei israelischen Angriffen im palästinensischen Gazastreifen getötet wurden. In Ramallah kam er zudem mit Mustafa Barghouti, derzeit Präsident der Palestinian Medical Relief Society, und mit der ehemaligen palästinensischen Ministerin Hanan Ashrawi zusammen. Die enge Kampfgefährtin Jassir Arafats war bislang die einzige Frau, die Mitglied des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO war.
Wie sein Ministerium mitteilte, sagte Bettel seinen Gesprächspartnern, er sehe einen sofortigen humanitären Waffenstillstand in Gaza als »absolute Notwendigkeit« an. Auch habe er das Engagement Luxemburgs für die Zwei-Staaten-Lösung als einzigem Weg für einen dauerhaften und gerechten Frieden im Nahen Osten bekräftigt und in diesem Zusammenhang die Siedlungspolitik der israelischen Regierung, die eines der Haupthindernisse für die Zwei-Staaten-Lösung sei, verurteilt.

