Ausland06. Februar 2026

Vor 64 Jahren

von Außenministerium Kubas

Am 3. Februar 1962 unterzeichnete der damalige USA-Präsident John F. Kennedy die »Executive Order 3447«, mit der die wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade Kubas durch die Vereinigten Staaten verhängt wurde.

Diese Entscheidung, die mit der Absicht getroffen wurde, das Funktionieren der kubanischen Wirtschaft zu verhindern und die Unterstützung des Volkes für die Revolution zu untergraben, stützte sich auf die Anwendung des Gesetzes über den »Handel mit dem Feind« von 1917, das ursprünglich im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg gegen das Deutsche Reich und seine Verbündeten verabschiedet worden war.

Seitdem hat sich die Strategie der wirtschaftlichen Einkreisung und Erstickung als zentraler Bestandteil der USA-Politik gegenüber Kuba etabliert, mit dem Ziel, das Recht des kubanischen Volkes auf Ausübung seiner Souveränität und den Aufbau eines unabhängigen Projekts, fernab von imperialer Unterordnung, einzuschränken.

Obwohl die vollständige Blockade an diesem Tag offiziell verkündet wurde, wurden bereits seit dem Sieg der kubanischen Revolutionäre 1959 restriktive Maßnahmen ergriffen, die darauf abzielten, strategische Sektoren der Wirtschaft und der Verteidigung des Landes zu beeinträchtigen.

Die grundlegenden Ziele dieser Politik wurden in einem Memorandum des stellvertretenden Außenministers Lester D. Mallory vom 6. April 1960 klar zum Ausdruck gebracht, in dem er die Notwendigkeit betonte, durch die Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen Unzufriedenheit und Hoffnungslosigkeit zu schüren und Kuba Ressourcen und Lieferungen vorzuenthalten, um eine soziale Krise herbeizuführen, die zum Sturz der Regierung führen würde. Diese Ziele sind im Wesentlichen über die Zeit hinweg unverändert geblieben.