Am 12. September in der Kulturfabrik
Lebanon Hanover und Desinteresse
Larissa Iceglass, mit bürgerlichem Namen Larissa Georgiou, und William Maybelline, bürgerlich William Morris, lernten sich über die Musik-Social-Media-Website Last.fm kennen. Sie gaben sich gegenseitig Musikempfehlungen aus den 80er Jahren und tauschten diverse Musikkritiken aus.
Um sich persönlich zu treffen, reiste Larissa 2010 zu William Maybelline nach Sunderland, England. Die Begegnung war so überwältigend, dass sie kurz danach die Band Lebanon Hanover gründeten, benannt nach zwei Städten im New Hampshire, einem Bundesstaat der USA. Larissa Georgiou studierte Kunst, William Maybelline hingegen Design. Bald jedoch entschieden sie sich gegen das Studium und brachen es ab, was zur Entstehung ihrer Band führte.
Ihr Debütalbum »The World Is Getting Colder« kam zwei Jahre nach der Gründung heraus und fand großen Anklang bei Fans und Kritikern. Nach der Veröffentlichung zogen beide Musiker nach Berlin, um sich dort von der Metropole inspirieren zu lassen und weiter gemeinsam zu musizieren.
Seither pendelt das Duo zwischen Deutschland und England; unter anderem zogen beide vorübergehend wieder nach Sunderland, um kostenlos in Maybellines Elternhaus unterzukommen.
Mit ihren melancholischen Melodien und minimalistischen Arrangements, die dennoch tief emotional klingen, etabierten sich die Independent Musiker schnell in der Dark Wave Bewegung, die von der Post-Punk-Musik der 1980er Jahre inspiriert ist.
Diese frühen Erfolge ebneten den Weg für fünf weitere Alben sowie Konzerttouren nach Spanien, in die USA, Italien, Russland und anderen Staaten.
Mit ihren frostigen Gitarren-/Basswellen gilt Lebanon Hanover heute als eine der fesselndsten Live-Bands der europäischen Underground-Szene. Ihre Konzerte spiegeln die Essenz ihrer Musik aus Berlin wider, indem sie eine beeindruckende Verbindung zwischen Publikum und Künstler schaffen.
Desinteresse ist eine Coldwave-Band, bestehend aus Bart (Bass), Joppe (Schlagzeug) und Sem (Gesang/Synthesizer/Gitarre). Die Band wurde als Duo Ende 2022 im Limburger Raum in den Niederlanden gegründet.
Sie ist für ihre düstere, melancholische und minimalistische Musik bekannt, die stark von den 1980er Jahren beeinflusst ist, insbesondere von Bands wie The Cure und Trop Tard.
Seit 2024 tritt Desinteresse als Trio auf. Die Band spielte bereits mehrere Konzerte in den Niederlanden, Deutschland und Belgien. Ihre neueste und siebte Single »Grijze Dromen« erschien im August 2024 und stieß in der Musikszene in Europa und den USA auf großes Interesse.
Ihre Musik wird über ihr eigenes Label Decadence veröffentlicht, wobei sie bewusst Original-Vintage-Equipment als künstlerisches Ausdrucksmittel und Identitätsmerkmal einsetzen.
Die Live-Auftritte von Desinteresse evozieren eine kalte, melancholische Atmosphäre, in der Klänge und Stimmen nicht im Vordergrund stehen, sondern ihre Botschaft.
Beide Bands treten am Freitag, dem 12. September um 20 Uhr in der Kulturfabrik, 116, Rue de Luxembourg in Esch/Alzette auf. Einlass: 19.30 Uhr. Vorverkauf: 25 Euro plus Vorverkaufsgebühr.