Luxemburg04. August 2026

Luxemburg muss für nukleare Abrüstung eintreten

von Ali Ruckert

Im Vorfeld des 81. Jahrestags der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki durch die USA, am 6. und 9. August 1945, bei denen mindestens 214.000 Menschen starben und Zehntausende schwerverletzt überlebten, veröffentlichte die »Friddens- a Solidaritéitsplattform« (FSPL) am Montag eine Stellungnahme, in der ein atomwaffenfreies Europa und der Abzug der US-Atombomben unter anderem aus Büchel in der Eifel (Deutschland) und Kleine Brogel in Limburg (Belgien) gefordert wird.

Es gelte uneingeschränkt den UNO-Vertrag über das Verbot von Kernwaffen zu unterstützen, weshalb Luxemburg diesem Vertrag, der am 22. Januar 2021 in Kraft trat, beitreten sollte, heißt es in der Erklärung. Den neuen nuklearen Teilhabemodellen etwa mit Frankreich, müsse eine Absage erteilt werden, sonst werde der Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen aufgeweicht, und immer mehr Staaten werden nach der Bombe greifen wollen. Gewarnt wird in diesem Zusammenhang auch vor der Politik der aktuellen USA-Regierung.

Darauf hingewiesen wird, dass es weltweit noch immer 12.000 Atomwaffen gibt, davon 4.000, die sofort einsatzbereit sind. Die Staaten, die im Besitz von Atomwaffen sind, gaben 2025 insgesamt 119 Milliarden US-Dollar für den Erhalt, die Anschaffung und die Modernisierung ihrer Atomwaffenarsenale aus.

Für die FSPL ist die Entwicklung von Atomwaffen, deren Aufstellung, die Drohung mit Atomwaffen und deren Gebrauch ein Verbrechen gegen die Menschheit, heißt es in der Erklärung, in der auch der Einsatz künstlicher Intelligenz für militärische Zwecke verurteilt wird.