Kaleidoskop05. Juni 2026

Obama-Museum in Chicago steht kurz vor Eröffnung

von dpa/ZLV

Chicago – In der USA-Stadt Chicago steht ein neues Museum vor der Eröffnung, das der Karriere des früheren Präsidenten Barack Obama gewidmet ist. Die in einem großen Betonturm untergebrachte Ausstellung zeigt Stationen aus Obamas Leben vor und nach seinem Aufstieg zum ersten schwarzen Präsidenten der USA. Besucher können zudem durch ein in Originalgröße nachgebautes Oval Office gehen.

Obama habe zwar die Richtung für das Museumskonzept vorgegeben und wolle Exponate prüfen, sagte Michael Strautmanis, Leiter Unternehmenskommunikation und Politik bei der Obama-Stiftung, dpa: »Aber im Großen und Ganzen läßt er die Leute einfach ihre Arbeit machen.«

Auf dem rund 7,8 Hektar (etwa elf Fußballfelder) großen Campus finden sich neben dem Museum auch ein Forum, eine Mehrzweckhalle und ein Teil der öffentlichen Stadtbibliothek. Obama wählte den Jackson Park nicht ohne Grund aus: Seine Frau Michelle ist im Süden der Stadt aufgewachsen, das Paar hat hier geheiratet, die Töchter Malia und Sasha kamen hier zur Welt. Zwölf Jahre lang unterrichtete Obama an der University of Chicago, in der »South Side« begann er seine politische Laufbahn.

Der Bau kostete nach Stiftungsangaben rund 850 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 730 Millionen Euro) und wurde gänzlich über Spenden realisiert. Unter anderen unterstützten der Großkapitalist Jeffrey Bezos sowie die Stiftung der Milliardäre William und Melinda Gates die Organisation. Ursprünglich war die Fertigstellung laut der örtlichen Tageszeitung »Chicago Tribune« bereits für das Jahr 2020 oder das Jahr 2021 geplant. Prüfungen durch Bundesbehörden und eine Klage von Umweltschutzaktivisten verzögerten allerdings den Baubeginn um fünf Jahre.

Das »Obama Presidential Center« soll am 19. Juni für die Öffentlichkeit öffnen – am Feiertag Juneteenth, der dem Gedenken an die Befreiung der afroamerikanischen Sklaven 1865 gewidmet ist. Für das Museum müssen Besucher Tickets reservieren.