Statec zur Wohnproblematik (2)
Deutliche Preisunterschiede, aber alles viel zu teuer
Bei den Untersuchungen des Statec über die Entwicklung von Verkaufszahlen und Preisen am Wohnungsmarkt fällt auf, daß die Quadratmeterpreise zwischen kleinen Wohnungen unter 50 m2 bis zu den größten ab 130 m2 um mehr als ein Viertel fallen, wobei die Verbilligung dazwischen ziemlich linear ist.
Im Durchschnitt kostet der Quadratmeter im Bestand 7.773 und im Neubau 10.179 Euro, während unter 50 m2 im Bestand 9.357 und im Neubau 11.638 Euro verlangt werden, während es ab 130 m2 »nur mehr« 6.637 im Bestand und 8.339 Euro im Neubau sind.
Ein starker Preisaufschlag kommt mit der Nähe zur Hauptstadt, wobei zuletzt die Preise in Strassen, Bartringen und Hesperingen im Neubau noch höher ausfielen als in der Stadt Luxemburg selbst.
Die Durchschnittsquadratmeterpreise im Kanton Luxemburg für Wohnungen im Bestand betragen 9.787, im Neubau 11.661 Euro. Die Kantone Capellen und Mersch verzeichnen im Bestand 7.526, im Neubau 9.093 Euro.
Der Kanton Esch/Alzette kommt im Bestand auf 6.864, im Neubau auf 8.688 Euro. Im Osten (Kantone Grevenmacher, Remich, Echternach) sind es im Bestand 6.751, im Neubau 9.154 Euro. Am günstigsten ist es im Norden (Kantone Redingen, Wiltz, Diekirch, Vianden, Clerf) im Bestand mit 6.214, im Neubau mit 7.872 Euro.
Bei den Häusern fällt auf, daß überall mehr verlangt wird im Bestand als im Neubau, ansonsten dieselbe Tendenz wie bei den Wohnungen festzustellen ist in Bezug auf höhere Preise bei Hauptstadtnähe, mit dem kleinen Unterschied, daß der Osten hier teurer ist als der Kanton Esch/Alzette.
Im Durchschnitt werden für Häuser im Bestand 974.194 und im Neubau 900.000 Euro verlangt. Im Kanton Luxemburg steigt das auf 1.360.664 im Bestand und 1.300.000 Euro im Neubau.
Die Kantone Capellen und Mersch folgen mit 1.050.964 im Bestand und 980.000 Euro im Neubau.
Dann kommt der Osten mit 942.205 im Bestand und 900.000 Euro im Neubau vor dem Kanton Esch/Alzette mit 818.135 im Bestand und 775.000 Euro im Neubau. Am günstigsten, wenn das als günstig bezeichnet werden kann, ist es wieder im Norden mit 761.838 im Bestand und 725.000 Euro im Neubau.
Das ist alles insgesamt viel zu teuer, um das Menschenrecht auf Wohnen für alle zu verwirklichen, umso mehr es viel zu wenige Sozialwohnungen gibt. Leider werden weniger Bauerarbeiter nicht mehr bauen!

