Von Mücken übertragenes Virus breitet sich in Italien aus
Rom – In Italien verbreitet sich das von bestimmten Mücken übertragene Chikungunya-Virus weiter. In dem Mittelmeerland verzeichnen die Behörden in diesem Jahr bereits 364 Fälle, geht aus Daten des nationalen Gesundheitsinstituts ISS in Rom hervor. Ein Großteil der Infektionen sei in den bei Touristen beliebten Regionen Emilia-Romagna und Venetien im Norden Italiens gemeldet worden.
Meist handelt es sich den ISS-Daten zufolge um lokale Ansteckungen, also Infektionen, die nicht auf Auslandsreisen zurückzuführen sind. 41 Ansteckungen wurden bei Reiserückkehrern registriert.
Übertragen wird das Chikungunya-Virus hauptsächlich von der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus). Sie kommt nach Angaben des im schwedischen Solna ansässigen Zentrums der EU für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mittlerweile in 16 europäischen Ländern vor. Die Art breitet sich wohl auch in Deutschland aus, eine Ansteckung mit Chikungunya jenseits der Mosel wurde bisher aber nicht erfaßt.
Am häufigsten tritt das Virus aber in Asien, Afrika und Amerika auf. Es löst das gleichnamige Fieber aus, das mit grippetypischen Symptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht. Daher auch der Name, der ursprünglich aus der Sprache der Makonde stammt, einem Bantuvolk im Südosten Tansanias. Übersetzt heißt es so viel wie »der gekrümmt Gehende« – in Anlehnung an die Symptome. Es wurde erstmals 1952 bei einem Ausbruch in Tansania beschrieben.

