Kaleidoskop16. November 2023

Brasilien ächzt unter Extremhitze

von dpa/ZLV

Rio de Janeiro – Bereits vor dem Beginn des Sommers auf der Südhalbkugel leiden weite Teile Brasiliens unter einer extremen Hitzewelle. In der Metropole Rio de Janeiro stieg die gefühlte Temperatur am Dienstag auf 58,5 Grad, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Agência Brasil. Auch in anderen Regionen, vor allem im Zentrum und im Süden, des Landes wurden Temperaturen von deutlich über 40 Grad gemessen.

Das Nationale Meteorologische Institut stufte die Lage in 15 Bundesstaaten und dem Bundesbezirk rund um die Hauptstadt Brasília als sehr gefährlich ein. Es bestehe die Gefahr von Dehydrierung, Kopfschmerzen, Übelkeit und Kreislaufproblemen. Die gefühlte Temperatur beschreibt das menschliche Temperaturempfinden, das neben der tatsächlichen Lufttemperatur unter anderem auch von der Luftfeuchtigkeit und der Windstärke abhängt.

Die aktuelle Hitzewelle steht nach Einschätzung brasilianischer Experten im Zusammenhang mit dem Wetterphänomen El Niño und der globalen Erwärmung. »Eine Hitzewelle im Frühjahr ist nicht ungewöhnlich. Aber in den letzten Monaten gab es bereits vier Hitzewellen, ohne daß wir das Ende der Saison erreicht haben. Die globale Erwärmung hat die Wellen intensiver und häufiger werden lassen«, sagte der Klimatologe José Marengo vom Forschungsinstitut Cemaden dem Nachrichtenportal G1.