Ausland14. März 2023

Die Schlacht um den Panzermarkt

Hauptprofiteur der Leopard 2-Lieferungen an Kiew dürfte die Rüstungsindustrie der USA sein

von German Foreign Policy

Die USA halten die versprochene Lieferung von Abrams-Kampfpanzern an die Ukraine zurück, um auf den europäischen Rüstungsmärkten die starke Stellung des deutschen Leopard 2 attackieren zu können.. Wie die Biden-Administration aktuell bestätigt, werden die fest zugesagten 31 M1 Abrams wohl kaum früher als in zwei, eventuell eineinhalb Jahren an Kiew übergeben werden. Gleichzeitig heißt es, Washington biete europäischen Staaten, die der Ukraine Leopard 2-Kampfpanzer aushändigten, zum Ersatz einen schnellen Transfer von M1 Abrams an. Die Empfänger müßten sich lediglich auf eine »langfristige Industriepartnerschaft« einlassen.

M1 Abrams vs. Leopard 2

Der Unwille der Biden-Administration, der Ukraine kurzfristig Panzer vom Typ M1 Abrams zu liefern, ist von Anfang an deutlich erkennbar gewesen. Aus Washington hieß es stets, der Panzer sei nicht einfach zu reparieren, benötige eine komplexe Logistikkette und verschlinge Unmengen an Kerosin – alles Gründe, die gegen seinen Einsatz im Ukraine-Krieg sprächen. Rüstungsexperten haben das regelmäßig zurückgewiesen. So heißt es etwa, der Abrams könne selbstverständlich auch mit Diesel betankt werden wie der Leopard; auch für den Leopard müsse ein Wartungszentrum in Polen organisiert werden; warum die USA dies nicht ihrerseits für den Abrams tun könnten, sei nicht ersichtlich.


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