Aus den Betrieben23. Juli 2026

Sozialkonflikt beim TICE:

Verhandlungen für Ende September angekündigt

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Im Sozialkonflikt beim interkommunalen Bussyndikat TICE haben sich die Direktion und der Vorstand auf der einen Seite, die Personaldelegation und die Gewerkschaften FGFC und OGBL auf der anderen darauf geeinigt, das Ende Juni eröffnete, aber schon nach einer halben Stunde wegen eines Formfehlers der Patronatsseite wieder abgebrochene Verfahren vor der nationalen Schlichtungskommission für Gemeindebeamte nach der Sommerpause fortzuführen.

»Nach einem intensiven und offenen Meinungsaustausch über das Vorliegen eines kollektiven Streitfalls verständigten sich beide Parteien darauf, dem Vorschlag der Regierungsvertretung zu folgen«, heißt es in einer am Dienstag verschickten Pressemitteilung der Gemeindebeamtengewerkschaft FGFC, die in der Personalvertretung des Bussyndikats die meisten Delegierten stellt. Ein erstes Treffen der Streitparteien sei nun für Ende September anberaumt worden.

Hauptkritikpunkt der Gewerkschaften sind die Arbeitsbedingungen, die sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich verschlechtert hätten. Die Mehrheit der Mitarbeiter sei unzufrieden, unter anderem wegen des anhaltenden Personalmangels und der damit zusammenhängenden hohen Zahl an Überstunden. Darüber hinaus wird kritisiert, Vorgesetzte gingen mit übertriebener Strenge selbst bei kleinsten Verfehlungen vor. Erst kürzlich, so die Gewerkschaften, seien sieben Mitarbeiter, denen schweres Fehlverhalten vorgeworfen wurde, vom Disziplinrat freigesprochen worden.