Aus den Betrieben23. April 2026

210 Millionen Dividenden fürs Staatsbudget:

Spuerkeess mit ausgezeichnetem Ergebnis 2025

Die 1856 gegründete Staatssparkasse hat gestern die Ergebnisse ihres 169. Jahres präsentiert, und sie sind rundum zufriedenstellend. Die Bilanzsumme ist um 5,3 Prozent besser als im Vorjahr, die Kundeneinlagen sind um 3,1 Prozentund die vergebenen Kredite um 7,6 Prozent gewachsen.

Der Bankertrag nahm um 5,8 Prozent zu, wobei davon der Zinsertrag mit 930,7 Millionen. dank einer höheren Kreditvergabe um +10,1 Prozent zunahm. Dies geht ausschließlich zurück auf 5.560 neue Wohnungskredite, allerdings fast ausschließlich fürs Kaufen im Bestand, und 12.615 neue Konsumkredite an Privatpersonen, denn bei den Betrieben blieb die aushaftende Kredithöhe am selben Niveau. Das ist ein Ausdruck der Unsicherheit in der weltweiten Wirtschaft, weswegen es keine Investitionsentscheidungen gibt, sondern abgewartet wird.

2024 kamen 20.000 neue Kunden zur Spuerkeess, wobei viele von der Fortuna herüberwechselten, die ihre Geschäftstätigkeit einstellte. Es sind daher die 18.000 Neukunden im Jahr 2025 fast höher zu bewerten, mit denen die Gesamtzahl auf 551.000 angestiegen ist. Von den Neukunden hatten 30 Prozent die Luxemburger Staatsbürgerschaft, 23 Prozent eine der drei Nachbarländer, 28 Prozent sonst eine europäische und 19% eine aus dem Rest der Welt.

Damit ist die Kundschaft noch internationaler als das Personal, das 27 unterschiedliche Nationalitäten hat. Mit 175 Neueinstellungen waren am Jahresende 51 mehr da als zu Beginn. 1.980,5 waren durchschnittlich da (+2,7 Prozent) für durchschnittliche 1.761,5 Vollzeitstellen (+2,6 Prozent). 2025 fanden 67.000 Weiterbildungsstunden statt, 34 pro Mitarbeiter.

Daß der Reingewinn von 400,4 auf 529,5 Millionen um 32,4 Prozent ansteigt ist für 51 Millionen der Tatsache geschuldet, daß 2024 für Kreditrisken 96 Millionen zusätzliche Provisionen gemacht wurden, 2025 aber nur 45. Dennoch ist das ein ausgezeichnetes Ergebnis bei 13,2 Prozent mehr Kosten, wobei neben höheren Personalausgaben da vor allem die Kosten für Digitalisierung und die Cyber-Sicherheit verantwortlich sind. Vom Reingewinn fließen 210 Millionen als Dividende an den Alleineigentümer Staat, während der größere Rest das Eigenkapital stärkt.

Die Spuerkeess ist bestrebt, auf allen Gebieten ein komplettes Angebot zu haben. Darüber hinaus gilt es den Spagat zu schaffen einerseits konkurrenzfähig gegenüber den neuen Neo-Banken im Internet zu sein und andererseits Kunden nicht im Regen stehen zu lassen, die sich nicht in der Lage sehen, rein digital klar zu kommen.

Die persönliche Betreuung wird daher nie verschwinden und es wird auch immer Geschäftsstellen geben, wo man einfach so ohne Termin reinspazieren kann. Dies auf zentralen Plätzen. Gerade eben wird am Kirchberg die Filiale auf 2.000 m2 ausgebaut. Das geschieht ebenfalls in Marnach, aber etwas kleiner.

Allerdings wird gebeten Verständnis dafür aufzubringen, wenn das nicht überall immer möglich ist, wobei ein Termin ja auch Vorteile bringt mit verringerter Wartezeit.

Darüber hinaus wird das Service Center für Anrufe ausgebaut und in der Strategie 2030 ist geplant, dezentral zum Beispiel mit Gemeinden zu vereinbaren, daß Personal einmal die Woche einen halben Tag vor Ort in einem Raum erreichbar ist. Denn es ist der Spuerkeess klar, daß die Leute, die es zum Beispiel nicht schaffen, selbst einen Dauerauftrag im Internet zu ändern, nicht aussterben werden. Dies auch wenn sich bemüht wird, mit dezentralen Konferenzen und Workshops Weiterbildungen anzubieten in digitalen Bankdiensten, Cyber-Sicherheit, Risikovorbeugung oder Finanzverwaltung. Letztes Jahr gab es da 42 Termine, die von 2.000 Kunden besucht wurden.