Am 16. Mai in Wellenstein:
Hell Keller Welleschten – Das Indoor Metalfestival
Am nächsten Wochenende wird es wieder laut im ansonsten relativ beschaulichen Wellenstein. Wo die Mosel die Weinberge küßt und von wo man die alljährliche Welleschter Kiermes kennt, steigt dann nämlich das Indoor Metal Festival Hell Keller. Dieses existiert seit 2022, wie Yves Kirps vom Organisationsteam erklärt. Das Festival soll insbesondere lokalen und regionalen Bands eine Möglichkeit bieten, sich zu präsentieren. »Die Bands sollten aus der Region kommen, also aus einem ungefähren Umkreis von 100 Kilometern. Außerdem sollten mindestens drei lokale Bands und maximal drei aus den Nachbarländern dabei sein«, so Kirps weiter.
Man wolle einfach etwas für die regionale Metalszene tun. Dank der Bands aus Deutschland, die bereits seit der zweiten Edition des Festivals regelmäßig dabei seien, habe man bereits eine gewisse Stammkundschaft aus Deutschland. Doch auch aus Belgien und Frankreich waren bereits Bands dabei. Das Festival biete den Besuchern auf diese Weise immer wieder etwas Neues und auch die angereisten Bands könnten sich einem neuen Publikum vorstellen.
Doch auch die Location ist beeindruckend für eine Veranstaltung dieser Art: Während die Musik selbst im ersten Stock eines ehemaligen Lagerhauses stattfindet, sind die Bar sowie die Souvenirstände der Bands im historischen Gewölbekeller darunter aufgebaut. Dies alles im ohnehin schon rustikal anmutenden Ortskern von Wellenstein. Da könne schon mal Urlaubsfeeling aufkommen, wenn die Metalfreunde zwischendurch am Brunnen auf dem Dorfplatz eine Stärkung oder ein kühles Bier zu sich nehmen, so Kirps weiter.
Man habe 2022 »nur so zum Spaß« noch recht überschaubar angefangen. Damals gab es noch keine Bühne, erinnert sich Kirps, und die Bands standen auf einem Teppich. »Alles war etwas improvisiert«. Die Musiker seien trotz der bescheidenen Verhältnisse enthusiastisch gewesen und bereits rund 70 Besucher waren dabei, als das Festival aus der Taufe gehoben wurde. Mittlerweile habe man Jahr für Jahr an der Akustik des Saals gearbeitet, eine feste Beleuchtung eingebaut und »in diesen Bereichen ein wirklich hohes Qualitätsniveau erreicht«. Mittlerweile kämen auch immer mehr Besucher. Die Höchstkapazität für das Festival liegt bei 150 Gästen. Ein familiäres Ambiente also, im Gegensatz zu den Riesenshows regionaler Konzertsäle.
Auch die Suche nach Bands habe sich verändert: Mittlerweile wissen wir relativ genau, wie wir sie finden«, erklärt Kirps. Es gehe darum, dem Publikum hochkarätige Livebands bieten zu können. Die Bandsuche ziehe sich über das ganze Jahr.
Ganz zum Schluß soll noch mit einem kulinarischen Klassiker gelockt werden:
»Unser Catering ist ein echter Klassiker: Wäinzoossiss mit Pasta und Senfsauce aus der eigenen Küche«. Wenn das nicht einladend klingt.
Zum diesjährigen Hell Keller Festival gibt es ein sehenswertes Ankündigungsplakat, entworfen vom Künstler Rene Clement und auch das Line-Up ist ein Who-is-Who der heimischen Metalszene und darüber hinaus:
Neben den luxemburgischen Thrashern Scarlet Anger sowie der Death-Metal-Institution Desdemonia und der luxemburgisch-französischen Heavy-Metal-Kombo Last Prophecy werden aus Deutschland die Thrasher von InfiNight sowie Gravety und Drawn By Evil dabei sein. Letztere mit einem sehr hörenswerten neuen Album namens »Shores«, welches in der »Zeitung« vom 13. Februar bereits Platz fand.
Praktisches
Tickets sind zum Preis von 18 Euro noch zu haben unter https://shop.ticketpay.de/QMBJU8AZ. Beginn am 16. Mail ist um 17 Uhr. Weitere Infos auch auf Facebook unter Hellkeller Welleschten 2026.

