Sturmschäden an Kunstinstallation auf Pont Neuf behoben
Paris – In der französischen Hauptstadt ist die begehbare Kunstinstallation »La Caverne du Pont Neuf« (»Die Höhle von Pont Neuf«) wieder für das breite Publikum geöffnet. Es ist eine aufblasbare Höhlenlandschaft aus Stoff, rund 120 Meter lang, 20 Meter breit und bis zu 18 Meter hoch.
Die Installation auf der ältesten Brücke der Stadt mußte wegen Sturmschäden verschoben und die Risse in der Außenhülle geflickt werden. Bis zuletzt war unklar, ob und wann eine Eröffnung möglich ist. Auf einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz erklärte der französische Fotograf und Streetart-Künstler JR, er wolle diese Erfahrungen als Teil des künstlerischen Prozesses betrachten.
Mit seinem neuesten Werk will JR an das 2020 bzw. 2009 verstorbene Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude erinnern. Die beiden hatten die Brücke 1985 verhüllt. Wie schon Christo geht es auch JR weniger um das Objekt selbst als um die Veränderung des Blicks auf die Stadt. Für das Innere der bis zum 28. Juni geöffneten Höhle hat der französische Musiker und ehemalige Daft-Punk-Musiker Thomas Bangalter eine Klanglandschaft gestaltet.

