Ausland06. August 2021

Auslands-Nachrichten

von dpa/ZLV

Hiroshima mahnt

Heute vor 76 Jahren, am Morgen des 6. August 1945, warf ein Kampfflugzeug der Air Force der USA eine Atombombe über der japanischen Stadt Hiroshima ab. 100.000 Menschen starben. Durch den folgenden Atombombenabwurf auf Nagasaki am 9. August 1945 starben weitere 80.000 Menschen. Viele Menschen leiden bis heute an den Spätfolgen der Strahlung.

Der Angriff mit Atombomben auf die beiden japanischen Städte erfolgte ohne jegliche militärische »Notwendigkeit«, dennoch hält sich bis heute die Lüge, daß damit das japanische Kaiserreich zur Kapitulation gezwungen wurde.

Die Atombombenabwürfe von damals mahnen uns, den Wahnsinn von Atomwaffen endlich zu beenden. Es ist an der Zeit, den von der UNO-Generalversammlung beschlossenen Vertrag über das Verbot aller Atomwaffen weltweit endlich umzusetzen. Es ist dringend notwendig, daß alle Staaten, die atomare Vernichtungswaffen besitzen, aber auch sämtliche Mitgliedstaaten der NATO – einschließlich Luxemburg – dem UNO-Vertrag beitreten.

Zusammen mit den kommunistischen Parteien der Nachbarländer fordert die KPL zudem den Abzug der US-amerikanischen Atomwaffen vom Bundeswehr-Stützpunkt in Büchel unweit unserer Grenze. Das zerstörte Hiroshima – hier ein Foto aus dem Gedenkmuseum der Stadt – soll uns Mahnung sein.

 

Israel attackiert Libanon

Am Donnerstag haben israelische Kampfflieger Ziele im Süden des Nachbarlands angegriffen. Die israelische Armee behauptete am Donnerstag, daß »die Orte, von denen Raketen abgefeuert wurden«, sowie »für Terror genutzte Ziele« beschossen wurden. Der Libanon sei verantwortlich für alle Handlungen, die von seinem Staatsgebiet ausgingen, hieß es weiter. Bereits am Mittwoch hatte Israel libanesisches Gebiet mit schwerer Artillerie beschossen. (Foto) Der libanesische Präsident Michel Aoun bezeichnete den jüngsten Angriff als ernsthafte Verletzung der UNO-Sicherheitsrat-Resolution, die 2006 den 33 Tage-Krieg zwischen Israel und dem Libanon beendet hatte. Am Mittwoch wurden angeblich drei Raketen im Libanon abgefeuert. Zwei davon seien in Israel gelandet, eine sei noch im Libanon niedergegangen, hieß es in einer Erklärung  der israelischen Armee.

 

Feuerhölle am Mittelmeer

Im Süden Europas kämpfen Feuerwehrleute, Rettungskräfte und freiwillige Helfer gegen Feuer. In Griechenland Foto) entfachten binnen 24 Stunden 92 Waldbrände. In der Türkei meldete das Forstamt am Donnerstag 180 Brände, von denen 12 noch nicht unter Kontrolle seien. Pro Stunde brechen drei neue Brände aus, oft in abgelegenen Regionen, immer wieder aber auch in der Nähe von Siedlungen und Menschen, die Hals über Kopf vor den Flammen fliehen müssen. Aus der Nähe der griechischen Hauptstadt wurde eine große Feuerwalze gemeldet.

 

Pharmakonzerne scheffeln Milliarden

Moderna meldet 2,8 Milliarden Dollar Quartalsgewinn. Biontech mehr als 100 Milliarden Dollar wert

Cambridge/New York – Dank des hohen Bedarfs an Corona-Impfstoffen hat die US-amerikanische Biotechfirma Moderna ihren bislang höchsten Quartalsgewinn verbucht. In den drei Monaten bis Ende Juni kassierte das Unternehmen unterm Strich 2,8 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr hatten Forschungs- und Entwicklungskosten einen Verlust von 117 Millionen Dollar verursacht. Modernas Erlöse stiegen von 67 Millionen auf 4,4 Milliarden Dollar.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Impfstoffhersteller auf Basis seiner bereits getroffenen Verkaufsvereinbarungen mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar. Die Aktie war in den vergangenen Tagen auch kräftig gestiegen und liegt im bisherigen Jahresverlauf mit über 300 Prozent im Plus.

Die Papiere des deutschen Unternehmens Biontech schossen am Mittwoch in New York zeitweise um fast ein Viertel in die Höhe auf 433,90 Dollar und setzten ihre Rekordrally damit fort. Eine gute halbe Stunde vor Handelsende gewannen sie noch 14 Prozent auf gut 401 Dollar. Der Börsenwert beläuft sich damit auf mehr als 100 Milliarden Dollar.

Auch die Pfizer-Aktien kannten in New York zuletzt kein Halten mehr, sie steuern mit großen Schritten auf ihren bisherigen Rekord aus der Zeit vor der Jahrtausendwende zu.

 

 


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