Neuer Kollektivvertrag beim Stahlproduzenten ArcelorMittal
Lohnerhöhungen und höhere Zuschläge für Nachtschichten
Weniger als ein Jahr nach Beginn der Verhandlungen, einigten sich die Gewerkschaften OGBL und LCGB mit der Geschäftsleitung von ArcelorMittal Luxemburg auf einen neuen Kollektivvertrag für die Beschäftigten der Hüttenwerke. Der Stahlkonzern, der von London aus von der Stahlhändlerfamilie Mittal geleitet wird und dessen Eigenkapital 52 Milliarden Euro beträgt, verzeichnete 2021 einen Nettoprofit von 14,95 Milliarden Dollar, 2022 waren es 9,30 Milliarden Dollar – trotz der hohen Energiepreise.
Teil des neuen Kollektivvertrags, der rückwirkend auf den 1. Januar 2023 über drei Jahre bis zum 31. Dezember 2025 geht, sind lineare Lohnerhöhungen von jeweils einem Prozent zum 1. Januar 2024 und zum 1. Januar 2025, nicht aber für 2023.
Treueprämien
Ab Oktober 2023 wird es aber eine außerordentliche Treueprämie von 1.200 Euro brutto geben, welche mit dem Monatslohn ausbezahlt wird. Im November 2024 wird die Treueprämie 600 Euro brutto betragen, im November 2025 werden es 500 Euro brutto sein.
Die Prämien stehen allen Beschäftigten zu, die unter den Kollektivvertrag fallen und zum Zeitpunkt der Auszahlung eine ununterbrochene und vollendete Betriebszugehörigkeit von 12 Monaten aufweisen.
Eine langjährige Forderung, die mit dem Kollektivvertrag erfüllt wird, ist die Aufwertung der Zuschläge für Nachtarbeit. Sie werden ab dem 1. Oktober 2023 um 7 Prozentpunkte, von 15 auf 22 Prozent angehoben.
Zu den weiteren Verbesserungen, die von den Gewerkschaften ausgehandelt wurden, gehören eine Anhebung der Reiseprämie und die Einführung von acht Essensgutscheinen pro Monat ab dem 1. Januar 2024, und zusätzlichen zwei Essensgutscheinen ab dem 1. Januar 2025. Die Gutscheine haben einen Nennwert von jeweils 10,80 Euro, wovon 2,80 Euro vom Beschäftigten zu zahlen sind.

