Zählung in Indien: Derzeit mehr als 700 Schneeleoparden
In Indien leben mehr als 700 Schneeleoparden in freier Wildbahn. Dieses Ergebnis einer mehrjährigen Zählaktion gab das Umweltministerium in Neu-Delhi bekannt. Um das langfristige Überleben der seltenen Tiere sichern zu können, sei eine stete Überwachung des Bestands wichtig.
Die scheuen Einzelgänger mit grauweißem, dunkelgemustertem Fell werden oft als »Geist der Berge« bezeichnet, weil man sie kaum zu Gesicht bekommt. Nach Angaben der Umweltschutzstiftung WWF gibt es noch rund 4.200 bis 6.400 der Raubtiere, die gutgetarnt im felsigen und verschneiten Hochgebirge Zentralasiens und des Himalajas in Freiheit leben. Sie sind auf der Roten Liste der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) als »gefährdet« gelistet. Große Gefahren sind für sie Lebensraumverlust und Wilderer.
Die Analyse in Indien sei während der Jahre 2019 bis 2023 auf 120.000 Quadratkilometern durchgeführt worden – mehr als 70 Prozent des geschätzten Lebensraums der Schneeleoparden im Land, hieß es. Dabei seien unter anderem Wildtierbehördenmitarbeiter, Wissenschaftler, Freiwillige und der WWF beteiligt gewesen. Zunächst sei die Verteilung der Tiere im Gebiet abgeschätzt worden. Später seien dann mit Kamerafallen Aufnahmen von 241 Schneeleoparden entstanden. Basierend auf diesen und weiteren Daten sei die Zahl hochgerechnet worden.

