»Sozialplan« angekündigt
Massenentlassungen bei Amazon stehen bevor
Beim weltweit größten Onlinehändler Amazon steht eine Masseentlassung von bis zu 14.000 Beschäftigten bevor, davon bis zu 470 der insgesamt 4.250 Belegschaftsmitglieder in Luxemburg.
Bei den Beschäftigten, die in Luxemburg über einen »Sozialplan« auf die Straße gesetzt werden sollen, handelt es sich allesamt um Lohnabhängige, die in den Bereichen Software und Cloud-Entwicklung, Engineering, Produkt- und Programmentwicklung und weiteren nicht-logistischen Branchen tätig sind, denn der USA-Konzern hat keine Vertriebs- und Lagerhäuser in Luxemburg, dafür aber seine europäische Unternehmenszentrale...
Auch ohne Massenentlassungen setzt der Konzern systematisch Personalangehörige auf die Straße oder legt ihnen nahe, das Unternehmen mit einer Abfindung »freiwillig« zu verlassen. Seiner »Hire and Fire«-Politik fallen die Beschäftigten zum Opfer, deren Arbeitsleistung den betriebsinternen Wachhunden der Konzernherren und deren Bewertungsprorammen zu niedrig ist. Somit werden die Lohnabhängigen ständig unter Druck gehalten und in Konkurrenz zueinander gesetzt.
Amazon ist Teil des Lux-Leaks-Skandal
Amazon gehört zu den 343 Konzernen, welche die Luxemburger Steuerbehörde privilegiert behandelte, indem sie es ihnen möglich machte, vorbei an der Öffentlichkeit und der Chamber, zusammen mit der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers aggressive Steuervermeidungsmodelle zu entwickeln, mit dem Ziel, den Steuersatz zu optimieren.
Mit dem Skandal Lux-Leaks im Jahr 2014 wurden diese Machenschaften, die während langen Jahren ungestört funktionierten, öffentlich. Sie hatten zur Folge, dass dank der Komplizenschaft der Regierung mit den Konzernen, dem Luxemburger Staatshaushalt Milliarden an Einnahmen verlorengingen und das Luxemburger Volk regelrecht bestohlen wurde.

