Kopenhagen animiert Touristen zu Nachhaltigkeit
Kopenhagen – Ein Drink als Belohnung für die Radtour, Müllsammeln mit dem grünen Kajak oder eine Extrarunde Skifahren auf der Müllverbrennungsanlage: Mit einer neuen Kampagne und einer Reihe von Angeboten will die dänische Hauptstadt Kopenhagen Touristen in diesem Sommer zum klimafreundlichen Handeln animieren.
Im Rahmen der Initiative »CopenPay« können sich Urlauber Belohnungen in Bars, Museen und anderen Attraktionen der Stadt verdienen, indem sie beispielsweise das Fahrrad oder die Metro nutzen oder Abfall in und an städtischen Parks, Stränden oder Gewässern aufsammeln. Wer in der dänischen Nationalgalerie SMK seinen Plastikmüll mitbringt, kann ihn in einem Workshop in ein Kunstwerk verwandeln. Die Aktionen gelten auch für Einheimische.
Die Kampagne zielt nach Angaben der Tourismusorganisation Wonderful Copenhagen nicht darauf ab, mehr Touristen in die Stadt zu locken. Vielmehr soll es Reisenden einfacher gemacht werden, ihrem Klimabewußtsein Taten folgen zu lassen: Ein Großteil von Touristen wolle nachhaltig handeln, aber nur wenige änderten tatsächlich ihr Verhalten, teilte die Organisation mit.
Kopenhagen strebt seit längerem danach, als Hauptstadt des nachhaltigen Tourismus wahrgenommen zu werden. Bei der Initiative handelt es sich um ein Pilotprojekt, das zunächst bis zum 11. August läuft – und letztlich auch andere Städte in aller Welt zu ähnlichen Initiativen inspirieren soll.

