Trauer um Sängerin Marília Mendonça
Nach dem Tod von Marília Mendonça haben in Brasilien tausende Menschen Abschied von der 26-jährigen Sängerin genommen. Unzählige Fans zogen am Samstag in einer Sporthalle ihrer Heimatstadt Goiânia an ihrem Sarg vorbei und erwiesen ihr die letzte Ehre. Die Trauerfeier wurde im Fernsehen übertragen. Der brasilianische Fußballstar Neymar widmete ihr während eines Spiels ein Tor. Staatspräsident Jair Bolsonaro schrieb auf Twitter, das ganze Land sei schockiert. »Sie war eine der größten Künstlerinnen ihrer Generation.«
Die brasilianische Grammy-Gewinnerin war am Freitag zusammen mit vier weiteren Menschen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Sie war auf dem Weg zu einem Konzert. Kurz vor dem Unglück hatte die Sängerin im Internet ein Video gepostet, auf dem zu sehen war, wie sie mit dem Gitarrenkoffer in der Hand zum Flugzeug geht.
Mendonça galt in ihrer Heimat als aufstrebender Star. Ihre Musik lehnte sich an den brasilianischen Country an, der als Sertanejo bekannt ist. In ihren Songtexten griff sie gerne feministische Themen auf, in denen zum Beispiel Machogehabe und Männer angeprangert wurden, die ihre Partnerinnen kontrollieren. Auch für Ermächtigung der Frauen machte sich Mendonça in ihren Liedern stark. Auf Instagram hatte sie mehr als 38 Millionen Follower.

