Miteinander reden – gemeinsam feiern
Kriege, Klimawandel, Hitzewelle, Wohnungsnot, Löhne und Renten, Perspektiven für die Zukunft – es gibt viele Themen, über die dringend geredet werden muß. Miteinander reden, Antworten auf viele Fragen finden – das ist es, was die Kommunisten wollen, um dieses Land zu verändern. Und das ist auch der Grund dafür, daß seit nunmehr 80 Jahren eine Zeitung erscheint, die immer wieder und immer öfter Themen behandelt, die in anderen Medien nicht vorkommen.
Angesichts der jüngsten Hitzewelle ist wieder einmal viel von Klimaveränderungen die Rede. Wenn jedoch über mögliche Maßnahmen dagegen gesprochen wird, vermeiden die Politiker und die Medien gern, über ALLE Ursachen zu reden. Ja, es ist wahr, daß der allmähliche Klimawandel von Menschen verursacht wird. Es ist wahr, daß es eine Reihe von technischen Möglichkeiten gibt, um dagegen anzugehen. Aber es ist auch wahr, daß Kriege und Militärmanöver maßgeblich zur Zerstörung unserer Umwelt beitragen, und das im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltig.
Wäre es also nicht sinnvoll, nach Möglichkeiten für ein Ende all dieser Kriege zu suchen, statt immer neue scheinbare Begründungen zu erfinden, das Schießen, das Bomben, das Töten fortzusetzen? Die Kommunisten sind der Meinung, daß das möglich sein sollte – jedoch nicht durch immer mehr Aufrüstung, durch immer mehr Bedrohungslügen, sondern durch ehrlich gemeinte Verhandlungen, bei denen jede beteiligte Seite ihre Interessen nach Sicherheit vertreten kann.
Eine der schlimmsten Bedrohungen für unsere Zukunft ist nicht nur die Existenz von tausenden Atomwaffen, sondern auch ihrer stetige Weiterentwicklung. Allein im Jahr 2025 haben die Atomwaffen besitzenden Staaten mehr als 100 Milliarden dafür verpulvert, 3.200 Euro pro Sekunde (!) – genug, um den Haushalt der UNO für 32 Jahre zu decken. Die Ausgaben eines einzigen Tages wären ausreichend, um zu erreichen, daß zwei Millionen Menschen nicht mehr um die nächste Mahlzeit bangen müßten. Auch deshalb fordern die Kommunisten das Verbot und die Abschaffung ALLER Atomwaffen.
Auch mit der massiven Aufrüstung vermehren vor allem die reichsten der Reichen ihr Vermögen. Allein der Reichtum der zwölf reichsten Menschen der Welt entspricht dem Gesamtvermögen der ärmsten Hälfte der Weltbevölkerung. Diese Entwicklung muß dringend aufgehalten werden.
Luxemburg soll innerhalb von drei Jahren 4,3 Milliarden Euro in die Aufrüstung stecken – während uns die Regierung täglich erklären will, daß kein Geld da sei für die Erhöhung von Löhnen und Renten, für den Bau von bezahlbaren Mitwohnungen, für ein besseres Bildungs- und Gesundheitssystem, für Kultur und Freizeit. Die Gewerkschaften setzen sich ein für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, für die Erhaltung der über Jahrzehnte erkämpften Rechte, auch für das Recht auf Streik. Die Kommunisten stehen dabei seit ihrer Gründung vor 105 Jahren fest an ihrer Seite.
Seit 80 Jahren schreibt die »Zeitung vum Lëtzeburger Vollek« über all diese Themen, und sie schreibt weiter, trotz Haß und Hohn von mehreren Seiten. Das ist ein Grund, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren, aber auch ein Grund zum Feiern, denn am 4. und 5. Juli feiert die Zeitung ihr 50. »Wisefest« – ein Open Air mit Musik, Essen und Trinken.
Eine gute Möglichkeit, alte und neue Freunde zu treffen!

