Kultur02. Februar 2024

Am 3. Februar in der Banannefabrik

»Alezan« und »Many MEs«

Das choreografische Solo »Alezan« von Loïc Faquet handelt von der Identitätsbildung einer Frau angesichts des moralischen Drucks und der Komplexität.

Während die Performance eine feministische Dimension verkörpert, illustriert sie einen Menschen, der sich in einem Dilemma befindet, was seine soziale Entwicklung in Bezug auf eine Gesellschaft betrifft.

Eine Frau in einem Hochzeitskleid findet sich auf der Bühne wieder. In ihrer Intimität gestört, stellt sie sich die Frage, ob sie ihr eigenes Schicksal heiraten kann. »Alezan« thematisiert die Positionierung eines Menschen gegenüber der Ehe angesichts der gesellschaftlichen Normen.

Die Intepretin Alizée Duvernois drückt ihre Kritik und ihre Vorbehalte mit Hilfe des Tanzes aus. Ihre Bewegungen sind kräftig und ausdrucksstark.

Können sich die Menschen von den sozialen Markern, die die Erziehung und das Umfeld umgeben, ohne Angst und Bedauern befreien? ist der Mensch in der Lage, seine eigenen Wünsche von denen zu unterscheiden, die ihm aufgezwungen werden?

Rocío Dominguez erforscht in »Many MEs« die ständige Suche nach einer Form der Vollendung angesichts einer Lebensphase, die schmerzhaft sein kann. Er taucht in die Ideen von Trauer, Verlust und Entwurzelung ein und erkundet einen zeitlosen, schwebenden Raum.

In dieser Intermission ist die Tänzerin in einer Form eines Übergangsrituals gefangen, das das Ende einer Etappe und einen Neuanfang markieren könnte. »Many MEs« ist eine von drei Produktionen aus der Serie, die die Künstlerin »Steps Towards Myself« nennt und die autobiografische Werke in verschiedenen Formaten umfasst.

Nach den Tanz-Vorführungen sind die Zuschauer eingeladen, die Ausstellung »50 ans du Théâtre du Centaure« mit Bildern des Fotografen Bohumil Kostohryz zu besichtigen. Die Ausstellung ist bis zum 29. März zugänglich.

Samstag, 3. Februar, 19 Uhr. Einlass: 18.30 Uhr. Preis: 8 Euro. Trois C-L., Banannefabrik, 12, Rue du Puits, Bonneweg.