• Kaleidoskop24. November 2021

    Skulptur »Circe« in Berlin zu sehen

    von dpa/ZLV

    In der griechischen Mythologie verschafft die Gottestochter und Zauberin Kirke ihrem Gast Odysseus nach anfänglichen Streitereien ein traumhaftes Inseljahr. Die Skulptur »Circe« des Bildhauers Emil Wolff (1802-1879) verzaubert seit Montag Besucherinnen und Besucher der als Ausstellungsort zur Alten Nationalgalerie gehörenden Friedrichswerderschen Kirche in Berlin. Die Figur ist für mehrere Jahre als Leihgabe der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg in die Hauptstadt gekommen.

    Zu sehen ist mehr als ein ausgeliehenes Kunstwerk. Erstmals können Wolffs »Circe« von 1864 und das zwei Jahre zuvor entstandene Berliner »Circe«-Fragment gemeinsam gezeigt werden. Die unvollständige Figur, von der nur die Kopfpartie erhalten ist, wurde im Mai 1944 bei einem Luftangriff der Anti-Hitler-Koalition nachhaltig beschädigt. Ursprünglich war die Statue ebenfalls 103 Zentimeter groß und wie die Leihgabe an der Plinthe, der Basisplatte, mit Wolffs Initialen und einem Verweis auf Rom als Entstehungsort signiert.

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  • Kaleidoskop24. November 2021

    Griff nach den Sternen erneut verschoben

    von dpa/ZLV

    Nach einem Zwischenfall bei den Vorbereitungen wird sich der Start des neuen »James Webb«-Weltraumteleskops verzögern. Das ungeplante Lösen eines Klemmbandes habe zu einer Vibration im gesamten Observatorium geführt, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde ESA in der Nacht zu Dienstag mit. Experten würden nun noch einmal zusätzliche Tests durchführen, um sicherzustellen, daß bei dem Vorfall keine Komponenten beschädigt wurden.

    Der Start des gemeinsamen Projekts der ESA mit den Raumfahrtbehörden der USA und Kanadas vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana war für den 18. Dezember geplant und wird sich nun voraussichtlich um vier Tage verschieben.

    Das Weltraumteleskop soll anderthalb Millionen Kilometer weit ins All fliegen. Bis es dort ankommt, wird es etwa vier Wochen dauern. Ursprünglich war der Start bereits für Oktober 2018 vorgesehen. Mit dem Teleskop wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr über das frühe Universum lernen. Sie hoffen auf einen Blick zurück ins All kurz nach dem »Big Bang« vor 13,8 Milliarden Jahren. »James Webb« folgt auf das seit mehr als 30 Jahren im Einsatz stehende Weltraumteleskop »Edwin Hubble«.

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  • Kaleidoskop23. November 2021

    Roskosmos will gemeinsam mit NASA die Venus erforschen

    von dpa/ZLV

    Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos will zusammen mit der US-amerikanischen NASA den Planeten Venus erforschen. »Wir haben uns mit den Amerikanern auf einen gemeinsamen Raumflug zur Venus geeinigt«, sagte Roskosmos-Direktor Dmitrij Rogosin in der Nacht zu Sonntag in einem Interview mit dem Journalisten Wladimir Solowjow bei YouTube. Zusammen sei es einfacher, die Aufgabe beispielsweise aus wirtschaftlicher und technischer Sicht anzugehen.

    »Solche Probleme lassen sich zusammen leichter lösen, indem man die Talente unserer Wissenschaftler nutzt«, ergänzte Rogosin. Daran seien auch die USA interessiert. Einen Zeitplan nannte er nicht. Die Ankündigung kam überraschend, weil die internationale Kooperation im Weltall zuletzt von geopolitischen Spannungen belastet worden war. Rogosin selbst hatte vor wenigen Monaten verkündet, Rußland wolle eine eigene Raumstation aufbauen. »Wenn du es gut machen willst, mach es selbst«, sagte er damals.

    Rußland hatte bereits im vergangenen Jahr einen Flug zur Venus angekündigt. Damals hieß es, daß eine Sonde in den Jahren 2027 bis 2029 starten könnte. Bald darauf war von den Plänen aber nichts mehr zu hören. Zuletzt erklärten die Vereinigten Arabischen Emirate, den Planeten erforschen zu wollen.

    Der Nachbarplanet Venus ist ähnlich groß wie die Erde, hüllt sich jedoch in eine dichte Wolkendecke. Durch einen starken Treibhauseffekt herrschen auf der Oberfläche mehrere Hundert Grad Celsius. Trotzdem glauben manche Utopisten, die Menschheit könne den Planeten abkühlen und in eine neue Erde verwandeln. Allerdings wären dafür einige technische Innovationen nötig. Selbst in optimistischen Szenarien würde die Transformation mehrere Tausend Jahre dauern.

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  • Kaleidoskop23. November 2021

    Salma Hayek mit Stern in Hollywood verewigt

    von dpa/ZLV

    Nun hat die im mexikanischen Coatzacoalcos (Bundesstaat Veracruz) geborene Schauspielerin und Produzentin Salma Hayek (»Frida«) einen festen Platz in Hollywood. Auf dem berühmten »Walk of Fame« enthüllte sie am Freitagabend (Ortszeit) vor jubelnden Fans eine Sternenplakette mir ihrem Namen.

    Dabei erinnerte sie an einen Vorfall, der ihr vor Jahren viel Angst gemacht habe. Bei einem Besuch mit Freunden auf der Touristenmeile sei sie von einem Mann mit einem Messer angegriffen worden. Niemand habe ihnen geholfen, sagte Hayek. Erst wenige Jahre zuvor war sie von Mexiko in die USA gezogen.

    Der Anfang in Hollywood sei schwierig gewesen, niemand habe sie gewollt, aber sie habe nicht aufgegeben. »Findet etwas, was ihr liebt!«, empfahl Hayek in ihrer Ansprache. »Ich bin geblieben, weil ich die Filmkunst liebe.«

    Hayek ist derzeit in der Comicverfilmung »Eternals« zu sehen. In dem Film von Chloé Zhao (»Nomadland«) verkörpert sie die Anführerin Ajak. Zhao ergriff als Gastrednerin das Wort. Hayek dankte ihr, daß sie eine Superheldin spielen durfte. Darauf habe sie ihr ganzes Leben gewartet.

    Hayek wurde zu der Zeremonie von ihrem Mann und ihrer Tochter begleitet. Sie ist seit 2009 mit dem französischen Geschäftsmann François-Henri Pinault verheiratet. Mit der gemeinsamen Tochter Valentina leben sie in London.

    Auf dem berühmten Bürgersteig im Herzen von Hollywood erhielt Hayek die bereits 2.709. Plakette. Zuletzt hatte sie Filme wie den Actionstreifen »The Hitman's Wife's Bodyguard« und das Familiendrama »House of Gucci« gedreht.

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  • Kaleidoskop23. November 2021

    Bisher unbekanntes Dürer-Werk in London zu sehen

    von dpa/ZLV

    In einer Londoner Galerie wird in den kommenden Wochen ein bislang unbekanntes Werk von Albrecht Dürer zu sehen sein. Die Feder- und Tuschezeichnung »Die Jungfrau und das Kind« soll nach Angaben der Galerie Agnew's bislang noch nicht ausgestellt und erst vor Kurzem bei einem Hausverkauf in den USA entdeckt worden sein, was im Fall von Dürer eine Seltenheit ist.

    Die Londoner Galerie stellt das wohl im Jahr 1503 entstandene Werk Dürers (1471-1528) bis zum 12. Dezember neben weiteren Werken des Malers, Graphikers, Mathematikers und Kunsttheoretikers aus. In der Ausstellung »Dürer and His Time« soll der Pioniergeist des Renaissancemalers beleuchtet werden. Außerdem soll das Werk im Dezember auf der London Art Week zu sehen sein.

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  • Kaleidoskop20. November 2021

    Vulkanausbruch auf La Palma: Schäden steigen auf 700 Millionen Euro

    von dpa/ZLV

    Der vor zwei Monaten auf der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma ausgebrochene Vulkan hat bisher nach amtlichen Schätzungen Schäden in einer Gesamthöhe von bis zu 700 Millionen Euro verursacht. »Wir sind aber noch mittendrin (in der Katastrophe)«, wurde der kanarische Premier Ángel Víctor Torres am Freitag in der spanischen Tageszeitung »El País« zitiert. Der Schaden steige von Minute zu Minute, hieß es. Die Insel im Atlantik vor der Westküste Afrikas hat knapp 85.000 Bewohner.

    Seitdem der Vulkan am 19. September ausbrach, hat die bis zu 1.300 Grad heiße Lava nach einer jüngsten Bilanz des Erdbeobachtungssystems der EU, Copernicus, mehr als 2.600 Gebäude zerstört. Demnach waren zuletzt mehr als 1.040 Hektar von einer zum Teil mehrere Meter dicken Lavaschicht bedeckt. Diese Fläche entspricht etwa 1,4 Prozent des Inselterritoriums. Mehr als 7.000 Bewohner mußten sich seit Ausbruch des Vulkans in Sicherheit bringen. Seit vielen Tagen schon bewegen sich die Lavaströme allerdings nur noch sehr langsam vorwärts.

    Wegen des Vulkans sind unter anderem auch ungefähr 66 Kilometer Landstraßen am Gebirgszug Cumbre Vieja im Süden der Insel beschädigt und derzeit unbefahrbar. Was das für die betroffenen Menschen bedeutet, erklärte in »El País« der Busfahrer Juan José Lorenzo. »Vor dem Vulkanausbruch habe ich zehn Minuten gebraucht, um zur Arbeit zu fahren. Jetzt sind es anderthalb Stunden.« Mariano Hernández Zapata, der Präsident des Inselrates, sprach von den »schlimmsten Monaten in der Geschichte der Insel«.

    Die Aktivität des Vulkans hat in den vergangenen Wochen zwar stetig abgenommen. Ein Ende der explosiven Tätigkeit ist aber Experten zufolge kurzfristig nicht abzusehen. Darauf deuten demnach die vielen Erdstöße hin, die in Tiefen von gut 30 Kilometern unterhalb des Lava und Asche speienden Berges immer noch registriert werden.

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